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Angst und Stress einfach wegatmen

Wir tun es Tag für Tag vollkommen automatisch. Doch obwohl es für uns eine Selbstverständlichkeit darstellt, kann man auch beim Atmen einiges falsch machen oder man verzichtet zumindest aufgroßes Optimierungspotential. Die Art der Atmung und Stress stehen nämlich in einer engen Beziehung zueinander.

Atmung und Stress – untrennbar

Zu einem gesunden Leben gehört auch eine gesunde Atmung. Eines von beidem wirkt immer auf das jeweils andere ein. Suboptimale Atmung zeigt sich beispielsweise anhand folgender Punkte:

  • Schnelle Atmung ohne ersichtlichen Grund
  • Flache Atmung ohne sichtbare, äußere Bewegung
  • Brustatmung statt Bauchatmung
  • Ungleichmäßige Atmung

All diese Symptome treten besonders in stressigen Situationen auf, wirken ihrerseits allerdings auch wiederum auf die Psyche. Besonders chronisch gestresste Menschen neigen dazu, sich diese weniger gesunde Atmung dauerhaft anzueignen. Selbige sorgt dann ihrerseits dafür, dass der Körper nie vollkommen entspannt, sondern durch die „Stressatmung“ konstant in latenter Alarmbereitschaft steht. Ein aktives Verändern der Atmung kann so zur dauerhaften Stressvermeidung beitragen.

Auch in akuten Situationen kann dieses Wissen genutzt werden, um seinen Stress zu mindern, indem auf eine physiologisch sinnvollere Atmung zurückgegriffen wird. Weitläufig bekannt ist: Schon einige wenige male tiefes Durchatmen kann für das eigene Gemüt einen riesigen Unterschied ausmachen. Plötzlich sieht der unerwartete Stressor in vielen Fällen gar nicht mehr so schlimm aus wie gedacht. In jedem Fall macht es Sinn, sich mit seiner Atmung zu beschäftigen, zumal sowohl die Psyche, als auch der Körper durch das Lösen von Verspannungen und einen besseren Kreislauf profitiert. Hierzu gibt es unterschiedliche Herangehensweisen.

Box Breathing

Box Breathing, zu Deutsch auch Vierecksatmung oder Vier-Quadrat-Atmung genannt, ist eine Atemtechnik speziell zur Stressreduktion.

Die Technik wird sowohl von Elite-Soldaten, Profi-Athleten, Yogis als auch anderen professionellen Anwendern genutzt, um selbst in äußersten Belastungssituationen ein ruhiges Gemüt zu bewahren. Im Alltag kann die Technik hingegen auch zur Nervenberuhigung und langfristigen Stressprävention genutzt werden und bietet somit allgemeine gesundheitliche Vorteile. Box Breathing funktioniert innerhalb von vier Schritten:

  • 1. Durch die Nase einatmen, vier Sekunden. Dabei aufrecht sitzen und die Luft in den Bauch ziehen.
  • 2. Luft im Bauchraum halten, wieder in Gedanken bis vier Sekunden zählen.
  • 3. Durch den Mund ausatmen. Erneut dabei bis vier zählen und fühlen, wie der Körper den Atem entlässt.
  • 4. Vier Sekunden lang bewusst die leeren Lungen spüren.

Ein gesamter Atemzyklus dauert beim Box Breathing also sechzehn Sekunden. Falls es anfänglich schwierig ist, diese Geschwindigkeit beizubehalten, ist auch das völlig in Ordnung. Nach kurzer Zeit ist Box Breathing im vorgegebenen Takt möglich und entfaltet seine Wirkung.

Da Menschen üblicherweise eher im Rhythmus um die drei bis sechs Sekunden atmen, sorgt diese starke Verlangsamung und Bewusstmachung der Atmung dafür, dass der gesamte Organismus sich beruhigt. Der Herzschlag verlangsamt sich, die Körpertemperatur senkt sich ab, der Blutdruck wird normalisiert und zusammenmit diesen physiologischen Veränderungen kommt auch die Psyche zur Ruhe. Gedanken werden klarer und das Stress empfinden lässt nach.

Box Breathing gegen psychische Erkrankungen

Durch diese Anpassungsreaktionen eignet sich Box Breathing neben dem Stressabbau sogar zur ergänzenden Behandlung von psychischen Erkrankungen wie beispielsweise Angst- und Panikstörungen, Schlafstörungen, Depressionen oder sogar diverse Folgen einer posttraumatischen Belastungsstörung. Durch die Beruhigung des Nervensystems verbessert sich die Symptomatik verschiedenster Störungsbilder.

Box Breathing kann so lange ausgeführt werden, bis es die gewünschte Wirkung entfaltet. Egal, ob man nur einen Zyklus zur schnellen Beruhigung durch atmet oder sich dafür mehrere Minuten Zeit nimmt – die Technik kann auf einfachste Art und Weise jederzeit unauffällig zur Entspannung angewendet werden.

Systema Atmung

Die Kampfkunst Systema legt ebenfalls großen Wert auf korrekt ausgeführte Atmung. Da Systema danach strebt, in jeglicher Situation seinen Stress unter Kontrolle zu haben oder komplett zu vermeiden, spielt die Atmung zur Stressreduktion eine große Rolle. Dementsprechend existiert im Systema viel Erfahrung im Umgang mit dem Thema Atmung und tiefer gehende Übungen zur Verbesserung der Atemtechnik können im Systematraining sogar dazu führen, auch in einer Kampfsituation eine ideale Atmung und ein damit einhergehender klarer Verstand beibehalten wird.

Fazit: Atmung trainieren bringt vielfältigen Nutzen

Egal ob man im Kampf bessere Entscheidungen treffen, den Alltag weniger gestresst oder anseinen nervlichen Problemen arbeiten will. Das Training einer bewussten Atmung bringt in all diesen Aspekten Fortschritte. Auch Systema kann speziell beim Thema Atmung weiterhelfen und somit auch für die Gesundheit viel Gutes tun.

Sie entscheiden sich für das Ziel – ich zeigen Ihnen den Weg

Meine Seminare sind für Jedermann und für bestimmte Berufsgruppen geeignet. Überzeugen Sie am besten selbst, unter Stress funktioniert nur das Einfache!

Das Training wird als Schulung, Seminar sowie zur Auffrischung angeboten (Bundesweit). Gemeinsam legen wir den möglichen Schulungsrahmen fest.

Ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahme und stehe gerne zu Ihrer Verfügung um Fragen zu beantworten.



Günther Pfeifer - Dein persönlicher Trainer
Mein Name ist Günther Pfeifer und ich biete Selbstverteidigungskurse, Gewaltprävention und Personal Training an. Für alle Bereiche bin ich ausgebildet und zertifiziert. Darüber hinaus verfüge ich über einen umfangreichen Erfahrungsschatz aus einer langjährigen Berufspraxis.