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Gewaltprävention für Kinder und Jugendliche, Sicherheit ist erlernbar

Die Anzahl der Gewalttaten an Kindern und Jugendlichen in Deutschland nimmt zu. Auch verbale Angriffe und das Mobbing an Kindern zeigen eine steigende Tendenz. Kinder werden in den sozialen Medien beleidigt, gehetzt oder durch strategisches Vorgehen und Mobbing zerstört.

Viele dieser Straftaten geschehen von Kindern an Kindern. Oft sind die Täter selbst noch minderjährig. So kam es zuletzt in München an einer Schule zu einem Übergriff einer gewaltbereiten Gruppe 12-14-Jährige, die sich an einem 9-jährigen Mädchen vergriffen haben. Auch das Mobbing, beispielsweise auf Facebook betrifft häufig die Gruppe der Schulkinder. So werden nicht nur der Schulhof oder Freizeiteinrichtungen zu Gefahrenstellen, sondern auch das Internet. Leider wird besonders das zuletzt genannte Medium noch immer bei vielen Eltern unterschätzt und Straftaten zu spät erkannt.

Körperliche und psychische Gewalt

Einem Kind etwas anzutun ist grausam und eine Vorstellung, die nicht nur Eltern und Großeltern erschüttert. Leider kommt es auch in unseren Kulturkreisen zu Gewalt an Minderjährigen, oft an den eigenen Kindern. Neben der körperlichen Gewalt, nimmt auch die psychische Gewalt zu.

Kinder werden unterdrückt. Kindern werden unmoralische Angebote gemacht. Kurz: Die Naivität und Hilflosigkeit der Kinder werden getestet und ausgenutzt. Vielen ist dies nicht bewusst, oder sie verschließen die Augen davor, weil sie selbst meinen hilflos zu sein. Ein schwerer Fehler, der vieles schlimmer macht!

Verständlich ist, dass Menschen Angst haben, ohne Beweise eine Straftat oder Misshandlung an einem Kind anzuzeigen, dennoch ist es wichtig, um Kind, Polizei und Jugendamt zu helfen, dieses Kind zu beschützen und auch den Eltern zu helfen, oder das Kind aus deren Obhut zu nehmen und Schlimmeres zu vermeiden.

Sobald Auffälligkeiten da sind, ist es wichtig, den Zustand zu beobachten, zu dokumentieren und immer wieder Hilfe von professionellen Beratungsstellen einzuholen. Denn Kinder sollen und müssen keine Gewalt erfahren, wenn wir alle stark genug sind, sie zu schützen!

Was Eltern und Angehörige tun können

Wenn die Kinder ein gewisses Alter erreicht haben, etwa das Schulalter, bieten sich Selbstschutzkurse an. Diese werden präventiv angeboten und richten sich schon an die Vorkonfliktphase. Sie sensibilisieren Kinder, was sie tun können, wenn Ihnen Dinge passieren, die sie hilflos und handlungsfähig machen, aber auch, wenn sie von so etwas im Freundeskreis oder in der Schule hören!

So schult das Team von Tao Sports Kinder und Jugendliche rund um das Thema Achtsamkeit und die bewusste Wahrnehmung und hilft mit einer Schulung der Körpersprache, sowohl Täter als auch Opfer durch ihre Haltung, ihr Auftreten und ihr Verhalten zu erkennen und selbst zu wissen, wie man sich verhalten kann, um kein Opfer zu werden.

Gewaltprävention fängt mit Deeskalation an!

Die beste Sprache der Deeskalation ist die Körpersprache! Denn wer aufrecht und mit geradem Rücken steht und dabei die Beine hüftbreit Füße standfest im Boden verankert, der strahlt Sicherheit aus. Mit nach hinten gezogenen Schultern zeigt man: Ich bin bereit! Ich bin sicher!

Außerdem sollten die Hände und Arme frei sein und nicht wild gestikulieren, oder Gegenstände festhalten. Denn eine sichere Faust, oder offene Hand wirken selbstsicherer als ein möglicherweise zitternder Gegenstand, der Angst und Unsicherheit signalisiert.

Mädchen sollten darauf achten, auf dem Schulhof oder Nachhause Weg keinen Zopf zu tragen, denn daran kann ein Täter sie schnell zu Boden ziehen. Bei Jungs (und Mädchen) kann dies auch mit einer Kapuzenjacke schnell passieren, die der Täter auch zum Würgen seines Opfers einsetzen könnte.

Stifte, Messer und Pfeffersprays werden schnell zur eigenen Gefahr. Ein Pfefferspray gegen den Wind angewendet, richtet mehr Schaden als Hilfe an. Und wer achtet im Notfall auf die Windrichtung?

Außerdem kommt es auf die Atmung an! Eine flache und tiefe Atmung strahlt Ruhe aus und sorgen dafür, dass auch die Stimme nicht zittrig wirkt.

Mit Worten wie einem klaren „Nein“ oder „Gehen Sie weg“ wird der Täter zunächst gewarnt. Es ist hilfreich nach Personen im Umfeld zu schauen, die gegebenenfalls helfen können. Damit diese sich verbindlich angesprochen fühlen, hilft es sie konkret anzusprechen. Das könnte sein:
„Sie im blauen Pullover, helfen Sie mir!“

In vielen Fällen kann eine Straftat so bereits in der Pre-Konfliktphase vermieden bzw. abgewendet werden. Außerdem sollten Kinder wissen, wo auch sie, neben Familie, Lehrern, Freunden Hilfe finden.

Was tun, wenn mein Kind permanent Opfer von Übergriffen wird?

Wenn ein Kind permanent Opfer von Gewalt wird, ist dringende Hilfe erforderlich. Zunächst sollten Sie sich viel Zeit für Gespräche nehmen und, sofern möglich, Lehrer, Schule oder andere in der Einrichtung befindlichen Personen informieren. Oft hilft auch ein Gespräch mit den Eltern der anderen Kinder.

Wichtig ist es nun, dem Kind beizubringen, wie es aus der Opferrolle herauskommt und warum es lohnend ist, die Gegner mit einem neuen, unerwarteten Verhalten zu überraschen.

Hierzu zählen das weiter oben beschriebene Auftreten und die Selbstsicherheit ebenso wie Techniken, Angriffe abzuwehren.

Das gilt übrigens nicht nur für körperliche Angriffe, denn in den Trainings von Günther Pfeiffer werden auch verbale Angriffe und solche über die sozialen Medien thematisiert.

Als Eltern sensibilisieren und multiplizieren

Als Eltern haben sie nicht nur die Verantwortung für ihre eigenen Kinder, sondern für alle Kinder. Aus dem Grund ist es hilfreich, das Thema Gewaltprävention und Deeskalation in den Schulen zu thematisieren. Vielleicht überzeugen Sie Ihren Schulleiter auch davon, ein solches Training anzubieten? In vielen Vereinen und der Kirche hat der Aufruf der Eltern geholfen und die Kinder haben regelmäßig die Gelegenheit, solche Trainings zu besuchen und hier Fragen zu stellen, die sie sonst vielleicht nicht stellen. Außerdem hilft der Austausch mit anderen Kindern in einer ähnlichen Situation und verleiht Mut und Handlungsdrang.

Gerne beraten wir Sie individuell. Sie können bei uns einen Termin alleine buchen, um ihnen Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Alternativ binden wir auch gerne betroffene Kinder direkt mit ein, oder führen die Trainings mit dem Kind in einem Einzeltraining oder Gruppentraining durch.

Kontaktieren Sie uns gerne, denn wir unterstützen Sie dabei, Gewaltprävention voranzubringen und Ihre Kinder zu schützen!

Ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahme.

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Günther Pfeifer - Dein persönlicher Trainer
Mein Name ist Günther Pfeifer und ich biete Selbstverteidigungskurse, Gewaltprävention und Personal Training an. Für alle Bereiche bin ich ausgebildet und zertifiziert. Darüber hinaus verfüge ich über einen umfangreichen Erfahrungsschatz aus einer langjährigen Berufspraxis.