+49 175-6000328 info@guenther-pfeifer.de

Stalking: Selbstverteidigung – Selbstschutztraining als Schutzmaßnahme

Der Begriff Stalking stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Nachstellen“. In Deutschland waren bisher bereits zwölf Prozent aller Menschen Opfer von einem Stalker. In achtzig Prozent der Fälle handelt es sich dabei um männliche Täter, die Frauen nachstellen – Tendenz steigend! Die Motive sind unterschiedlich und können vom charmanten Umgarnen bis zur bedrohlichen Verfolgung reichen. Auch wir helfen im Rahmen unserer Schulungen immer wieder Opfern, mit dem psychischen Druck umzugehen.

Was genau ist Stalking?

Stalking ist jede Form der Nachstellung, bei der durch beabsichtigte Bedrängung oder Verfolgung eine Person zum Stalking-Opfer wird. Durch den Stalker als Person und aus ihm resultierende, permanente Angst vor Verfolgung, ist das persönliche Leben in weiten Teilen eingeschränkt und die eigene Bewegungsfreiheit teilweise massiv beeinträchtigt.

Oft stellen sich Stalking Szenarien nach einer Trennung ein – die Täter sind dann Ex-Freunde, aber auch Arbeitskollegen, unliebsame Verehrer oder Unbekannte. Auslöser für das Stalking ist meist die Abweisung durch das spätere Stalking Opfer und dem daraus abgeleiteten Versuch, das Opfer doch für sich zu gewinnen. Das ständige Kontaktaufnehmen und die sich einstellende Verfolgung des Opfers umfassen das Verlangen nach Aufmerksamkeit und Nähe und führen beim Opfer zu einem Gefühl des Erdrückt-Werdens bis hin zur Todesangst. Trotz mehrfacher Klarstellung durch das Opfer, verschärft sich das Problem, da der Stalker die Ablehnung nicht akzeptiert und sein Verhalten in einen Wahn, Hass und Psychoterror umschlägt. Für die Opfer ist dies eine sehr anstrengende und bedrohliche Situation, mit der man umzugehen lernen muss. Am besten helfen hier eine klare Kommunikation und Selbstbehauptung, die wir in unseren Trainings vermitteln.

Wann beginnt Stalking?

Stalking hat viele Gesichter und reicht vom Telefonterror über unerwünschte Besuche bis hin zur Verfolgung. Trotz klarer Bitte, das Verhalten einzustellen, verstärkt sich die Nachstellung – meist in Intensität und Häufigkeit. Steigerungen können E-Mails, Briefe, Geschenke und Postings in sozialen Netzwerken sein. In Einzelfällen reicht Stalking bis zu sexuellen Übergriffen, ausgelöst durch Rachegefühle oder Liebeswahn. Dabei befindet sich der Täter wie in einem Rausch und nimmt die Abwehrsignale des Opfers nicht mehr wahr.

Für Opfer ist die Situation äußerst unangenehm bis bedrohlich. In vielen Fällen sind psychosomatische Reaktionen die Folge – auch Angst- und Panikstörungen oder eine Posttraumatische Belastungsstörung können durch Stalking ausgelöst sein. Unsicherheit und Zweifel an der eigenen Person stellen sich ein und verschärfen das Problem weiter.

In unseren Selbstsicherheitstrainings und Verhaltenstrainings bieten wir die erforderlichen Maßnahmen, um Opfer wiederaufzubauen und ihnen dabei zu helfen, langsam wieder mehr Vertrauen in sich selbst zu gewinnen und zurück ins Leben zu finden. Selbstverteidigung und eine klar abgrenzende Kommunikation können ebenfalls präventiv schützen und sind Inhalte unserer Kurse.

Was kann man gegen Stalking tun?

Im Falle von Stalking geht kein Weg an der Polizei vorbei. Nachdem eine Anzeige aufgegeben ist und der Täter weiter stalkt, empfiehlt sich der Weg zum Anwalt oder direkt ins Amtsgericht, um hier eine einstweilige Verfügung gegen den Täter zu beantragen. Diese wird sofort eingeleitet und beinhaltet die Auflage, dass der Täter sich dem Opfer auf eine bestimmte einzuhaltende Entfernung nicht mehr nähern darf. Auch der Verein WEISSER RING bietet Opfern von Gewalt einen Beratungsscheck für das rechtsanwaltliche Erstgespräch an.

Schon beim beginnenden Stalking, sollte das Opfer eine klare Positionierung einnehmen und dem Täter klar machen, dass dieser die Nachstellung einstellen soll. Folgt er der Bitte und Aufforderung nicht, empfiehlt sich das Sammeln von Beweisen. Dies können Nachrichten, Briefe, Geschenke oder Fotos sein. Alles, was der Polizei später zeigt, dass das Opfer sich nach dem klärenden Gespräch mit dem Täter völlig distanziert hat und den Täter weitest gehend ignoriert hat, stärkt die eigene Position.

Auf keinen Fall sollte man Schweigen und sich womöglich Selbstvorwürfe machen oder für den Stalker schämen. Ganz im Gegenteil! Das direkte Umfeld sollte zeitnah informiert und einbezogen werden, um den Täter dadurch abzuschrecken und diesem die Grenzen aufzuzeigen.

Bei einer Verfolgung ist es wichtig, nicht nach Hause zu fahren – besser ist der direkte Weg zur Polizei oder einer anderen Hilfseinrichtungen, wie dem Weißen Ring. Hier kann sofort geholfen werden und es werden keine weiteren persönlichen Daten preisgegeben oder unnötig eine verstärkte Gefahr eingegangen. Es empfiehlt sich zudem ein bedachter Umgang mit allem, worauf sich persönliche Daten befinden, die ihrem Verfolger einen noch größeren Verfolgungsradius ermöglichen.

Technisch sind zahlreiche Hilfsmaßnahmen verfügbar, wie das Einrichten einer zweiten Handynummer, dem Sperren bestimmter Rufnummern oder der Erstellung eines neuen Internetprofils. Außerdem empfiehlt es sich klassische Abläufe zu verändern, wie beispielsweise andere Wege zur Arbeit oder zum Einkauf zu wählen, zu anderen Zeiten beispielsweise ins Fitness-Studio zu gehen oder vorübergehend bei einer Freundin oder Verwandten zu wohnen.In unseren Kursen erlernen Betroffene und potenzielle Opfer, im Falle von Stalking sicher aufzutreten und effizient zu handeln. Eine klare Kommunikation, eine aufrechte und selbstbewusste Handlung aber auch Achtsamkeit und die richtigen Bewegungs- und Handlungsabläufe zur Gegenwehr sind Bestandteile unserers Trainings.

https://dejure.org/gesetze/StGB/238.html

https://www.stmas.bayern.de/gewaltschutz/beratung/index.php

 

Günther Pfeifer - Dein persönlicher Trainer
Mein Name ist Günther Pfeifer und ich biete Selbstverteidigungskurse, Gewaltprävention und Personal Training an. Für alle Bereiche bin ich ausgebildet und zertifiziert. Darüber hinaus verfüge ich über einen umfangreichen Erfahrungsschatz aus einer langjährigen Berufspraxis.