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Für wen ich schule
Deeskalation & Selbstschutz im Rettungsdienst
Praxisnahe Schulungen für Notfallsanitäter, Rettungssanitäter und Notärzte – damit Ihr Team Gefahren im Einsatz früh erkennt, angemessen reagiert und auch unter Stress handlungsfähig bleibt.
Auf einen Blick
- Für
- Rettungsdienst, Notarzt, Leitstelle, Praxisanleiter
- Dauer
- Ein oder zwei Schulungstage, abhängig vom gewünschten Umfang und den Trainingszielen
- Gruppe
- In der Regel maximal 12 bis 15 Personen, damit praktische Übungen individuell begleitet werden können
- Ort
- Bundesweite Inhouse-Schulungen direkt auf Ihrer Rettungswache, in Ihrer Einrichtung oder in geeigneten Schulungsräumen
- Nachweis
- Teilnahmebestätigung mit Schulungsinhalten. Nach vorheriger Abstimmung können geeignete Inhalte als dokumentierte Unterweisung nach § 12 ArbSchG und § 4 DGUV Vorschrift 1 in die betriebliche Arbeitsschutzorganisation eingebunden werden.
Die Situation
Wer hilft, wird zunehmend selbst angegriffen.
Beleidigungen, Drohungen und körperliche Übergriffe gehören für viele Rettungskräfte inzwischen zum Einsatzalltag. Dabei bleibt kaum Zeit: Lagen ändern sich in Sekunden, Rückzugswege sind eng, und gleichzeitig steht die Versorgung des Patienten im Mittelpunkt.
Unklare Lage beim Eintreffen
Wohnung, Straße, Menschenmenge – die Gefahr ist oft erst vor Ort erkennbar.
Patienten im Ausnahmezustand
Alkohol, Drogen, Schmerzen oder psychische Krisen verändern Verhalten schlagartig.
Angehörige & Umstehende
Angst, Wut oder Gaffer setzen das Team zusätzlich unter Druck.
Enge Räume, wenig Zeit
Treppenhäuser, Fahrzeuge, kleine Wohnungen – Distanz und Rückzug sind schwer.
Praxisbeispiel aus dem Rettungsdienst
Wenn die Patientenversorgung zur Konfliktsituation wird
Ein Rettungsteam wird zu einem medizinischen Notfall in eine Privatwohnung alarmiert. Während sich ein Teammitglied um den Patienten kümmert, reagiert ein Angehöriger zunehmend aufgebracht. Er spricht immer lauter, unterschreitet die persönliche Distanz und versucht, Einfluss auf die Behandlung zu nehmen.
Für die Rettungskräfte entsteht eine besondere Herausforderung. Sie müssen die medizinische Versorgung sicherstellen und gleichzeitig beurteilen, ob sich aus dem Verhalten des Angehörigen eine konkrete Gefährdung entwickelt.
Entscheidend sind in dieser Situation eine frühzeitige Wahrnehmung möglicher Warnsignale, klare Absprachen innerhalb des Teams, eine ruhige Kommunikation und ausreichend Bewegungsfreiheit. Wenn eine sichere Versorgung nicht mehr gewährleistet werden kann, müssen die vorgesehenen Unterstützungs- und Rückzugsmaßnahmen greifen.
Genau solche Situationen werden in unseren Schulungen anhand realistischer Szenarien analysiert und praktisch bearbeitet. Die Teilnehmenden lernen, frühzeitig Veränderungen im Verhalten anderer Personen wahrzunehmen und unter Stress angemessene Entscheidungen zu treffen.
Hinweis: Dieses Szenario ist ein beispielhaftes Trainingsszenario und stellt keinen dokumentierten realen Einsatz dar.
Schulungsinhalte
Was Ihr Team in der Schulung lernt
Eigensicherung & Lageeinschätzung
Gefahren schon bei Anfahrt und Eintreffen erkennen und einschätzen.
Deeskalierende Kommunikation
Sprache, Stimme und Körpersprache gezielt einsetzen – auch unter Zeitdruck.
Distanz, Position & Rückzug
Raum nutzen, Fluchtwege freihalten, im Team abgestimmt handeln.
Selbstschutz mit einfachen Techniken
Klare, realistische Handlungsmöglichkeiten, die auch unter Stress funktionieren.
Stressreaktionen verstehen
Mit der Gladiator Mind Methode Freeze, Tunnelblick und Überreaktion erkennen und steuern.
Nach dem Vorfall
Melden, dokumentieren und Kollegen nach belastenden Einsätzen unterstützen.
Keine Schulung von der Stange
Handlungssicherheit für Ihren Einsatzalltag
Rettungskräfte arbeiten unter Bedingungen, die sich nur eingeschränkt mit klassischen Arbeitsplätzen vergleichen lassen. Einsatzorte sind häufig unbekannt, Situationen verändern sich innerhalb weniger Sekunden und Entscheidungen müssen unter erheblichem Zeitdruck getroffen werden.
Deshalb reicht es nicht aus, allgemeine Regeln zur Deeskalation zu vermitteln. Die Mitarbeitenden müssen verstehen, wie sie Warnsignale erkennen, ihre eigene Stressreaktion regulieren und gemeinsam mit ihrem Team handlungsfähig bleiben können.
Die Schulung orientiert sich an Ihrer Organisation
Bereits vor der Schulung berücksichtigen wir die betrieblichen Aufgaben, typische Einsatzsituationen und die vorhandenen Sicherheitsabläufe. Darauf aufbauend werden praktische Übungen entwickelt, die zum Arbeitsalltag Ihrer Mitarbeitenden passen.
Ein Rettungsteam benötigt beispielsweise andere Handlungsmöglichkeiten als Mitarbeitende einer Notaufnahme. Auch innerhalb des Rettungsdienstes unterscheiden sich die Anforderungen je nach Einsatzgebiet, Teamzusammensetzung und Einsatzlage.
Wissen allein schafft noch keine Handlungssicherheit
Neben der Kommunikation und Deeskalation vermitteln wir grundlegende Handlungsmöglichkeiten zur Eigensicherung, zum abgestimmten Teamverhalten und zum angemessenen Rückzug aus gefährlichen Situationen.
Mit der Gladiator Mind Methode ergänzen wir diese praktischen Inhalte durch Selbstführung unter Stress. Ziel ist es, dass Mitarbeitende ihre Wahrnehmung verbessern, Entscheidungen bewusster treffen und ihre Handlungsfähigkeit auch unter hoher Belastung möglichst erhalten können. Weitere Informationen zur Methode finden Sie auf unserer Seite Gladiator Mind – Selbstführung unter Druck.
„Nur wenn ich mich selbst führen kann, kann ich auch eine Situation verändern.“
Häufige Fragen
Fragen zur Schulung
Wie lange dauert eine Schulung?
Findet die Schulung bei uns auf der Wache statt?
Brauchen die Teilnehmenden Vorkenntnisse?
Kann die Schulung als Fortbildung angerechnet werden?
Was kostet eine Schulung?
Was unterscheidet das Training von einem klassischen Deeskalationsseminar?
Fachliche Einordnung
Fachliche Grundlagen der Gewaltprävention im Rettungsdienst
Gewaltprävention im Rettungsdienst beginnt nicht erst bei einem körperlichen Angriff. Zu den wesentlichen Grundlagen gehören die betriebliche Gefährdungsbeurteilung, angemessene Schutzmaßnahmen, die Unterweisung der Beschäftigten sowie verbindliche Melde- und Unterstützungswege.
Nach § 5 Arbeitsschutzgesetz sind Arbeitgeber verpflichtet, arbeitsbedingte Gefährdungen zu beurteilen. § 12 Arbeitsschutzgesetz regelt die Unterweisung der Beschäftigten. Die konkreten Maßnahmen müssen sich an den festgestellten Gefährdungen orientieren.
Weiterführende Fachinformationen
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung stellt Informationen zur betrieblichen Prävention und zum Schutz von Beschäftigten bereit. Ergänzende branchenspezifische Informationen finden sich bei den jeweils zuständigen Unfallversicherungsträgern. Die gesetzlichen Grundlagen können im Arbeitsschutzgesetz nachgelesen werden.
Weitere Informationen auf unserer Webseite
Vertiefende Informationen finden Sie in unseren Fachbeiträgen zur Deeskalation, zur Freeze-Reaktion und zur Nachbereitung belastender Gewaltereignisse.
Die Schulungen unterstützen die betriebliche Präventionsarbeit. Sie ersetzen jedoch keine vollständige Gefährdungsbeurteilung oder andere erforderliche organisatorische Maßnahmen.
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Begriffe aus dem Glossar
Weitere Zielgruppen
Stärken Sie die Handlungssicherheit Ihrer Mitarbeitenden.
Praxisnahe Inhouse-Schulungen zur Gewaltprävention, Deeskalation und zum Selbstschutz – abgestimmt auf die Risiken und Anforderungen Ihrer Einrichtung.
Sprechen wir über Ihren Schulungsbedarf. Das Erstgespräch ist unverbindlich.
