Günther Pfeifer
Günther Pfeifer

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Für wen ich schule

Deeskalation & Selbstschutz im Rettungsdienst

Praxisnahe Schulungen für Notfallsanitäter, Rettungssanitäter und Notärzte – damit Ihr Team Gefahren im Einsatz früh erkennt, angemessen reagiert und auch unter Stress handlungsfähig bleibt.

Auf einen Blick

Für
Rettungsdienst, Notarzt, Leitstelle, Praxisanleiter
Dauer
Ein oder zwei Schulungstage, abhängig vom gewünschten Umfang und den Trainingszielen
Gruppe
In der Regel maximal 12 bis 15 Personen, damit praktische Übungen individuell begleitet werden können
Ort
Bundesweite Inhouse-Schulungen direkt auf Ihrer Rettungswache, in Ihrer Einrichtung oder in geeigneten Schulungsräumen
Nachweis
Teilnahmebestätigung mit Schulungsinhalten. Nach vorheriger Abstimmung können geeignete Inhalte als dokumentierte Unterweisung nach § 12 ArbSchG und § 4 DGUV Vorschrift 1 in die betriebliche Arbeitsschutzorganisation eingebunden werden.

Die Situation

Wer hilft, wird zunehmend selbst angegriffen.

Beleidigungen, Drohungen und körperliche Übergriffe gehören für viele Rettungskräfte inzwischen zum Einsatzalltag. Dabei bleibt kaum Zeit: Lagen ändern sich in Sekunden, Rückzugswege sind eng, und gleichzeitig steht die Versorgung des Patienten im Mittelpunkt.

Unklare Lage beim Eintreffen

Wohnung, Straße, Menschenmenge – die Gefahr ist oft erst vor Ort erkennbar.

Patienten im Ausnahmezustand

Alkohol, Drogen, Schmerzen oder psychische Krisen verändern Verhalten schlagartig.

Angehörige & Umstehende

Angst, Wut oder Gaffer setzen das Team zusätzlich unter Druck.

Enge Räume, wenig Zeit

Treppenhäuser, Fahrzeuge, kleine Wohnungen – Distanz und Rückzug sind schwer.

Praxisbeispiel aus dem Rettungsdienst

Wenn die Patientenversorgung zur Konfliktsituation wird

Ein Rettungsteam wird zu einem medizinischen Notfall in eine Privatwohnung alarmiert. Während sich ein Teammitglied um den Patienten kümmert, reagiert ein Angehöriger zunehmend aufgebracht. Er spricht immer lauter, unterschreitet die persönliche Distanz und versucht, Einfluss auf die Behandlung zu nehmen.

Für die Rettungskräfte entsteht eine besondere Herausforderung. Sie müssen die medizinische Versorgung sicherstellen und gleichzeitig beurteilen, ob sich aus dem Verhalten des Angehörigen eine konkrete Gefährdung entwickelt.

Entscheidend sind in dieser Situation eine frühzeitige Wahrnehmung möglicher Warnsignale, klare Absprachen innerhalb des Teams, eine ruhige Kommunikation und ausreichend Bewegungsfreiheit. Wenn eine sichere Versorgung nicht mehr gewährleistet werden kann, müssen die vorgesehenen Unterstützungs- und Rückzugsmaßnahmen greifen.

Genau solche Situationen werden in unseren Schulungen anhand realistischer Szenarien analysiert und praktisch bearbeitet. Die Teilnehmenden lernen, frühzeitig Veränderungen im Verhalten anderer Personen wahrzunehmen und unter Stress angemessene Entscheidungen zu treffen.

Hinweis: Dieses Szenario ist ein beispielhaftes Trainingsszenario und stellt keinen dokumentierten realen Einsatz dar.

Schulungsinhalte

Was Ihr Team in der Schulung lernt

  1. Eigensicherung & Lageeinschätzung

    Gefahren schon bei Anfahrt und Eintreffen erkennen und einschätzen.

  2. Deeskalierende Kommunikation

    Sprache, Stimme und Körpersprache gezielt einsetzen – auch unter Zeitdruck.

  3. Distanz, Position & Rückzug

    Raum nutzen, Fluchtwege freihalten, im Team abgestimmt handeln.

  4. Selbstschutz mit einfachen Techniken

    Klare, realistische Handlungsmöglichkeiten, die auch unter Stress funktionieren.

  5. Stressreaktionen verstehen

    Mit der Gladiator Mind Methode Freeze, Tunnelblick und Überreaktion erkennen und steuern.

  6. Nach dem Vorfall

    Melden, dokumentieren und Kollegen nach belastenden Einsätzen unterstützen.

Keine Schulung von der Stange

Handlungssicherheit für Ihren Einsatzalltag

Rettungskräfte arbeiten unter Bedingungen, die sich nur eingeschränkt mit klassischen Arbeitsplätzen vergleichen lassen. Einsatzorte sind häufig unbekannt, Situationen verändern sich innerhalb weniger Sekunden und Entscheidungen müssen unter erheblichem Zeitdruck getroffen werden.

Deshalb reicht es nicht aus, allgemeine Regeln zur Deeskalation zu vermitteln. Die Mitarbeitenden müssen verstehen, wie sie Warnsignale erkennen, ihre eigene Stressreaktion regulieren und gemeinsam mit ihrem Team handlungsfähig bleiben können.

Die Schulung orientiert sich an Ihrer Organisation

Bereits vor der Schulung berücksichtigen wir die betrieblichen Aufgaben, typische Einsatzsituationen und die vorhandenen Sicherheitsabläufe. Darauf aufbauend werden praktische Übungen entwickelt, die zum Arbeitsalltag Ihrer Mitarbeitenden passen.

Ein Rettungsteam benötigt beispielsweise andere Handlungsmöglichkeiten als Mitarbeitende einer Notaufnahme. Auch innerhalb des Rettungsdienstes unterscheiden sich die Anforderungen je nach Einsatzgebiet, Teamzusammensetzung und Einsatzlage.

Wissen allein schafft noch keine Handlungssicherheit

Neben der Kommunikation und Deeskalation vermitteln wir grundlegende Handlungsmöglichkeiten zur Eigensicherung, zum abgestimmten Teamverhalten und zum angemessenen Rückzug aus gefährlichen Situationen.

Mit der Gladiator Mind Methode ergänzen wir diese praktischen Inhalte durch Selbstführung unter Stress. Ziel ist es, dass Mitarbeitende ihre Wahrnehmung verbessern, Entscheidungen bewusster treffen und ihre Handlungsfähigkeit auch unter hoher Belastung möglichst erhalten können. Weitere Informationen zur Methode finden Sie auf unserer Seite Gladiator Mind – Selbstführung unter Druck.

„Nur wenn ich mich selbst führen kann, kann ich auch eine Situation verändern.“
Günther Pfeifer | Gladiator Mind Methode

Häufige Fragen

Fragen zur Schulung

Wie lange dauert eine Schulung?
Unsere Schulungen werden in der Regel als ein- oder zweitägige Inhouse-Veranstaltungen angeboten. Die Dauer richtet sich nach den Aufgaben der Mitarbeitenden, den betrieblichen Gefährdungen und den gewünschten Trainingsinhalten. Gemeinsam stimmen wir einen Schulungsumfang ab, der zu Ihrer Einrichtung passt.
Findet die Schulung bei uns auf der Wache statt?
Ja. Die Schulung kann direkt auf Ihrer Rettungswache oder in geeigneten Schulungsräumen Ihrer Einrichtung stattfinden. Bundesweite Inhouse-Schulungen sind möglich. Für theoretische Einheiten und praktische Übungen benötigen wir ausreichend Platz, geeignete Bestuhlung und nach Absprache Präsentationstechnik.
Brauchen die Teilnehmenden Vorkenntnisse?
Nein. Besondere Vorkenntnisse in Selbstverteidigung oder Deeskalation sind nicht erforderlich. Die Übungen werden an die beruflichen Erfahrungen, körperlichen Voraussetzungen und Aufgaben der Teilnehmenden angepasst. Entscheidend sind Aufmerksamkeit, Kommunikation, Teamarbeit und das Erkennen gefährlicher Situationen.
Kann die Schulung als Fortbildung angerechnet werden?
Alle Teilnehmenden erhalten eine Teilnahmebestätigung mit den behandelten Inhalten. Ob die Veranstaltung als verpflichtende Fortbildung anerkannt werden kann, richtet sich nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorgaben und den Anforderungen der zuständigen Stelle. Eine entsprechende Anerkennung sollte vorab durch Ihre Einrichtung geprüft werden.
Was kostet eine Schulung?
Die Kosten hängen von der Schulungsdauer, der Teilnehmerzahl und den vereinbarten Trainingsschwerpunkten ab. Da wir die Inhalte individuell auf Ihre Organisation abstimmen, erhalten Sie nach einem unverbindlichen Vorgespräch ein konkretes Angebot.
Was unterscheidet das Training von einem klassischen Deeskalationsseminar?
Unsere Schulungen verbinden deeskalierende Kommunikation mit frühzeitiger Gefahrenwahrnehmung, Eigensicherung, Teamverhalten und praktischer Handlungssicherheit. Die Gladiator Mind Methode ergänzt diese Inhalte um Selbstführung unter Stress. Dadurch berücksichtigen wir nicht nur das Verhalten anderer Personen, sondern auch die eigenen Reaktionen und Entscheidungen in belastenden Einsatzsituationen.

Fachliche Einordnung

Fachliche Grundlagen der Gewaltprävention im Rettungsdienst

Gewaltprävention im Rettungsdienst beginnt nicht erst bei einem körperlichen Angriff. Zu den wesentlichen Grundlagen gehören die betriebliche Gefährdungsbeurteilung, angemessene Schutzmaßnahmen, die Unterweisung der Beschäftigten sowie verbindliche Melde- und Unterstützungswege.

Nach § 5 Arbeitsschutzgesetz sind Arbeitgeber verpflichtet, arbeitsbedingte Gefährdungen zu beurteilen. § 12 Arbeitsschutzgesetz regelt die Unterweisung der Beschäftigten. Die konkreten Maßnahmen müssen sich an den festgestellten Gefährdungen orientieren.

Weiterführende Fachinformationen

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung stellt Informationen zur betrieblichen Prävention und zum Schutz von Beschäftigten bereit. Ergänzende branchenspezifische Informationen finden sich bei den jeweils zuständigen Unfallversicherungsträgern. Die gesetzlichen Grundlagen können im Arbeitsschutzgesetz nachgelesen werden.

Weitere Informationen auf unserer Webseite

Vertiefende Informationen finden Sie in unseren Fachbeiträgen zur Deeskalation, zur Freeze-Reaktion und zur Nachbereitung belastender Gewaltereignisse.

Die Schulungen unterstützen die betriebliche Präventionsarbeit. Sie ersetzen jedoch keine vollständige Gefährdungsbeurteilung oder andere erforderliche organisatorische Maßnahmen.

Stärken Sie die Handlungssicherheit Ihrer Mitarbeitenden.

Praxisnahe Inhouse-Schulungen zur Gewaltprävention, Deeskalation und zum Selbstschutz – abgestimmt auf die Risiken und Anforderungen Ihrer Einrichtung.

Sprechen wir über Ihren Schulungsbedarf. Das Erstgespräch ist unverbindlich.

Günther Pfeifer

Experte für KRITIS-Resilienz & operatives Risikomanagement. Gewaltprävention & Selbstschutz – bundesweit.

© Günther Pfeifer