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Frequently Asked Questions (FAQ)

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Wir haben bereits Deeskalationsschulungen – warum kommt es trotzdem immer wieder zu Übergriffen?

Kommunikationstechniken funktionieren nur, solange wir Zugriff auf unser rationales Denken haben. Unter Hochstress übernimmt jedoch die Stressphysiologie die Kontrolle. Wenn das Nervensystem auf „Kampf oder Flucht“ schaltet, nützt theoretisches Wissen wenig. Mein Ansatz setzt eine Ebene tiefer an: bei der neurobiologischen Selbstregulation. Nur wer sich selbst steuern kann, bleibt handlungssicher, wenn die Situation eskaliert.

Mehr dazu: Der Mensch im Mittelpunkt der Gewaltprävention

Wir haben bereits Deeskalationsschulungen – warum kommt es trotzdem immer wieder zu Übergriffen?

Kommunikationstechniken funktionieren nur, solange wir Zugriff auf unser rationales Denken haben. Unter Hochstress übernimmt jedoch die Stressphysiologie die Kontrolle. Wenn das Nervensystem auf „Kampf oder Flucht“ schaltet, nützt theoretisches Wissen wenig. Mein Ansatz setzt eine Ebene tiefer an: bei der neurobiologischen Selbstregulation. Nur wer sich selbst steuern kann, bleibt handlungssicher, wenn die Situation eskaliert.

Mehr dazu: Der Mensch im Mittelpunkt der Gewaltprävention

Was unterscheidet Ihre Deeskalationsschulung von Standard-Seminaren

In meinen Schulungen lernen die Teilnehmenden, Deeskalationstechniken mit ihrer eigenen Stressphysiologie zu synchronisieren. Wir nutzen das Bauchgefühl als Frühwarnsystem, um deeskalierende Impulse zu setzen, noch bevor ein Konflikt offen ausbricht. Sollte die verbale Ebene dennoch versagen, ist der Übergang zum Selbstschutz nahtlos integriert – ohne Brüche und ohne Panik. Ob als Einzelmodul oder im Rahmen eines fortlaufenden Prozesses: Der Fokus liegt immer auf der mentalen Selbstführung des Einzelnen.

Was ist die Gladiator Mind-Methodik?

Die Gladiator Mind-Methodik verbindet stoische Philosophie mit modernen Erkenntnissen über Stress und Verhalten. Sie lehrt Mitarbeiter, in Konfliktsituationen mental stabil zu bleiben, indem sie ihre Stressreaktionen verstehen und steuern lernen.

Welche rechtliche Verantwortung trägt die Organisationsleitung bei Eskalationen und psychischen Belastungen?

Prävention ist keine freiwillige Leistung, sondern eine gesetzliche Fürsorgepflicht für jede Führungskraft – das gilt für externe Vorfälle ebenso wie für interne Konflikte oder Mobbing. Wenn Schutzmaßnahmen gegen psychische Belastungen unzureichend sind oder nur oberflächlich existieren, kann dies im Schadensfall als Organisationsverschulden gewertet werden.

Eine systematische Vorbereitung des Personals, die die individuelle Selbstregulation und ein gesundes Arbeitsklima fördert, ist die wirksamste Absicherung gegen Haftungsrisiken auf der Leitungsebene – mit reiner Compliance allein ist es nicht getan.

Was bedeutet Compliance bei Gewalt und Mobbing – und warum reicht das nicht aus?

Compliance bedeutet die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und interner Richtlinien. Im Arbeitsschutz heißt das: Gefährdungsbeurteilungen für psychische Belastungen erstellen, Anti-Mobbing-Richtlinien dokumentieren und Unterweisungen abhaken. Das Problem: Viele Organisationen betreiben reine „Papier-Compliance“ – sie erfüllen formal ihre Pflicht, ohne dass sich in der Praxis wirklich etwas ändert. Deswegen werden so viele Mitarbeiter krank: Sie sind formell unterwiesen, aber nicht wirklich vorbereitet auf den Moment, in dem sie handeln müssen.

Echte Prävention geht weit darüber hinaus. Ob externe Gewalt oder internes Mobbing – entscheidend ist, dass Menschen in Konfliktsituationen handlungsfähig bleiben. Sie brauchen das Verständnis ihrer eigenen Stressphysiologie, Vertrauen ins Bauchgefühl und praktische Selbsthilfe-Kompetenz. Der Mensch steht im Mittelpunkt, nicht die Dokumentation.

Bieten Sie Deeskalationsschulungen auch als Einzelmodule an?

Ja, absolut. Sie können meine Deeskalationsschulungen als gezieltes Einzelelement für Ihr Team buchen, um sofortige Impulse für mehr Handlungssicherheit zu setzen. Für Organisationen, die eine langfristige und rechtssichere Verankerung suchen, biete ich diese Schulungen zudem eingebettet in einen nachhaltigen Handlungskreislauf an. So stellen wir sicher, dass die Inhalte dauerhaft Teil der Unternehmenskultur werden und den Anforderungen des modernen Arbeitsschutzes gerecht werden.

Wichtig: In allen Schulungsformaten ist der Übergang zum Selbstschutz integriert – für den Moment, wenn Kommunikation nicht mehr ausreicht. Die Gladiator Mind-Methodik passt sich immer der Situation an: Von der frühzeitigen Deeskalation über das Vertrauen ins Bauchgefühl bis hin zum entschlossenen Selbstschutz, wenn alle anderen Optionen versagt haben. Flexibilität statt starrer Abläufe.

Für wen ist das Kursangebot geeignet?

Für Organisationen mit erhöhtem Gefährdungspotenzial – überall dort, wo Mitarbeiter im direkten Kontakt mit aufgebrachten, gestressten oder konfrontativen Personen stehen, aber auch bei internen Konflikten wie Mobbing oder Eskalationen im Team / Unternehmen. Die Schulungen sind für jeden geeignet – es geht um mentale Stärke und praktische Handlungskompetenz.

Behörden & Ämter:
Jobcenter, Rathaus, Sozialämter, Ordnungsämter, Ausländerbehörden, Finanzämter, Jugendämter

Gesundheitswesen & Rettungsdienste:
Kliniken (Notaufnahme, Psychiatrie), Rettungsdienste, Pflegeeinrichtungen, Arztpraxen

Kritische Infrastrukturen (KRITIS):
Flughäfen, Bahnhöfe, Energieversorger, Wasserwerke, Telekommunikation

ÖPNV & Mobilität:
Busfahrer, Straßenbahnfahrer, Zugbegleiter, Kontrolleure, Taxifahrer

Soziale Einrichtungen:
Schuldnerberatung, Obdachlosenhilfe, Streetwork, Flüchtlingshilfe

Sicherheitsdienste:
Objektschutz, Veranstaltungsschutz, Werkschutz, Empfangsdienste

Bildung:
Schulen, Kitas (Konflikte mit Eltern), Volkshochschulen

Justiz & Vollzug:
JVA, Gerichtsvollzieher, Bewährungshilfe, Gerichtswachtmeister

Einzelhandel & Gastronomie:
Kassierer, Filialleiter, Türsteher, Tankstellen

Kommunale Dienste:
Ordnungsamt, Abfallwirtschaft, Außendienst (Zählersperrungen)

Wann ist Selbstschutz notwendig

Selbstschutz ist die letzte Option, wenn Deeskalation und Kommunikation versagt haben. Meine Schulungen vermitteln einfache, effektive Techniken für Notsituationen – mit dem Ziel, sich zu schützen und sicher zu entkommen. Der Fokus liegt auf realistischen Szenarien aus Ihrem Arbeitsalltag, nicht auf komplizierten Kampfsporttechniken.

Warum ist sicheres Auftreten in Notsituationen wichtig?
Täter wollen ein leichtes Spiel mit ihren Opfern haben. Deshalb beobachten sie diese vorab genau, um abschätzen zu können, wie schwach beziehungsweise wehrhaft das potenzielle Opfer ist. Deshalb ist eine aufrechte und selbstbewusste Körperhaltung mit hoch erhobenem Kopf wichtig, die den Eindruck körperlicher und mentaler Stärke vermittelt. Dazu gehört auch, den Blickkontakt zu halten und dem Blick nicht auszuweichen. Umgekehrt kann überlanges Anstarren beim Gegenüber als Provokation empfunden werden und Aggressionen hervorrufen. Die Arme schwingen locker neben dem Körper und machen schnelles Agieren, zum Beispiel leichtes Abfangen oder eine Verteidigungshandlung, möglich, während tief in die Taschen vergrabene Hände einen unsicheren Eindruck erwecken.
Für wen ist es sinnvoll, ein Notwehrtraining zu absolvieren?
Jeder kann Opfer von physischer und psychischer Gewalt werden und unerwartet in eine Konfliktsituation geraten. Es trifft insbesondere Kinder, Jugendliche, Senioren und Frauen, die aufgrund ihrer körperlichen Unterlegenheit bevorzugt Opfer von Gewalt sowie sexuellen Übergriffen werden. Immer häufiger werden auch bestimmte Berufsgruppen wie Feuerwehrleute, Ordnungshüter, Sicherheitskräfte, Außendienstmitarbeiter, Sanitäter, Mitarbeiter von Behörden, Organisationen, im ÖPNV und bei der Deutschen Bahn sowie Pflegekräfte Opfer von Aggressionen und körperlicher Gewalt. Das Notwehrtraining ist auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten und wird den besonderen Ansprüchen der Teilnehmer gerecht, sodass auch diejenigen, die bereits eine Kampfsportart beherrschen, viel Neues lernen.

Über den Autor

Günther Pfeifer

IHK-zertifizierter Gewaltpräventions-Spezialist mit über 25 Jahren Erfahrung in Risiko-Bereichen. Entwickler der Gladiator Mind-Methodik, die stoische Philosophie mit moderner Neurowissenschaft verbindet. Spezialisiert auf Rathäuser, Jobcenter, Kliniken, Rettungsdienst, ÖPNV und Flughäfen.

Ich bin Praktiker, kein Forscher. Meine Aufgabe ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse in tragfähige Konzepte für reale Einsatzsituationen zu übersetzen – als Architekt, der die richtigen Fachleute zusammenbringt. Wo mein Wissen endet, beginnt mein Netzwerk.

Meine Arbeit basiert auf der Überzeugung, dass der Mensch im Mittelpunkt jeder wirksamen Gewaltprävention stehen muss. Nur wer seine eigene Stressphysiologie versteht und seinem Bauchgefühl vertraut, kann unter Druck souverän bleiben, deeskalierend auftreten – und sich flexibel an die Dynamik der Situation anpassen, wenn Standardroutinen nicht mehr greifen.

Kontakt für unverbindliches Beratungsgespräch: