Weil der Mensch im Mittelpunkt steht – und Sicherheit im Kopf beginnt
Günther Pfeifer – Fachkraft für Gewaltprävention (IHK) | Fachdozent für Selbstschutz

Ob Rathaus, Klinik, KRITIS, Jobcenter oder Flughafen – überall dort, wo Menschen unter Druck geraten, stößt Kommunikation an ihre Grenzen. Mein Name ist Günther Pfeifer. Seit über 25 Jahren arbeite ich daran, Mitarbeitende in genau diesen Situationen handlungsfähig zu machen.
Denn eines habe ich in all den Jahren gelernt: Der Mensch steht im Mittelpunkt – nicht die Vorschrift, nicht das System, nicht die Statistik. Wenn ein Bürger am Schalter eskaliert, wenn ein Patient in der Notaufnahme aggressiv wird, wenn ein Passagier am Gate die Kontrolle verliert dann zählt nur eines: Dass die Person hinter dem Tresen weiß, was zu tun ist.
Deeskalation hat immer Vorrang. Aber wenn Sie nicht mehr rauskommen, müssen Sie handlungsfähig bleiben. Um diesen hohen Standard zu garantieren, lerne ich von den Besten: Fred Mastison ist einer meiner prägenden Ausbilder, von dem ich viel lernen durfte. Heute bin ich selbst als fester Bestandteil des Instruktor-Teams bei Force Options (USA) gelistet.
Deeskalation hat immer Vorrang. Aber wenn Sie nicht mehr rauskommen, müssen Sie handlungsfähig bleiben.
Die Gladiator Mind-Methodik: Wenn Kommunikation nicht reicht
Die meisten Deeskalationstrainings enden dort, wo es kritisch wird. Sie vermitteln Gesprächstechniken, Empathie-Übungen, aktives Zuhören – alles wichtig, alles richtig. Aber was passiert, wenn das nicht mehr reicht?
Sie lernen, wie man „Ich-Botschaften" sendet – aber nicht, was Sie tun, wenn der Angreifer Sie trotzdem packt. Sie üben Gesprächstechniken – aber nicht, wie Ihr Körper reagiert, wenn das Adrenalin hochschießt.
Deeskalation ist Plan A. Selbstschutz ist Plan B.
Die Gladiator Mind-Methodik bereitet Sie auf beides vor:
Deeskalation: Souveränes Auftreten, klare Kommunikation, neurobiologische Stressregulation – um Konflikte zu entschärfen, bevor sie eskalieren.
Selbstschutz: Rechtssichere Handlungsoptionen für den Ernstfall – wenn Deeskalation nicht mehr greift und Sie nicht mehr rauskommen. Verhältnismäßig, praxiserprobt, basierend auf § 32 StGB (Notwehr).
Ziel ist nicht, Risiken einzugehen – sondern handlungsfähig zu bleiben, wenn alle anderen Optionen erschöpft sind. Mehr zu Selbstschutz im Arbeitsschutz
Die Gladiator Mind-Methodik verbindet:
- Stoische Philosophie (Ataraxia – innere Ruhe, Sophrosyne – Besonnenheit)
- Moderne Neurowissenschaft (Polyvagal-Theorie nach Dr. Stephen Porges)
- Forensische Erkenntnisse zum Handlungskreislauf der Gewalt und Täterscanning
- Rechtssicheren Arbeitsschutz nach ArbSchG § 5 und DGUV Vorschrift 1
Das Ergebnis: Ein System, das nicht nur auf dem Papier funktioniert, sondern im Ernstfall trägt. Mehr zur Gladiator Mind-Methodik
Was Sie davon haben
Unternehmen und Behörden, die mit mir arbeiten, bekommen keine PowerPoint-Vorträge, die in der Schublade verschwinden. Sie bekommen:
Rechtssicherheit: Gefährdungsbeurteilungen nach § 5 ArbSchG, die Prüfungen standhalten – und Dokumentation, die Organisationsverschulden ausschließt.
Handlungsfähigkeit: Mitarbeitende, die in den kritischen ersten Minuten – bevor Security oder Polizei eintrifft – wissen, was zu tun ist. Wie wir Handlungssicherheit trainieren
Selbstschutz als letzte Option: Mitarbeitende lernen nicht nur Deeskalation, sondern auch rechtssichere Handlungsoptionen für den Ernstfall – wenn Kommunikation nicht mehr greift und ein Rückzug nicht möglich ist. Basierend auf § 32 StGB (Notwehr) und den Vorgaben der DGUV. Kein Risiko eingehen, aber wissen, was zu tun ist, wenn man nicht mehr rauskommt.
Nachhaltigkeit: Implementierung im PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) statt Einmal-Schulung. Refresher-Trainings, Vorfallanalysen, kontinuierliche Verbesserung. Mehr zum PDCA-Ansatz
Übertragbarkeit: Die neurobiologischen Mechanismen sind überall gleich – ob Rathaus, Jobcenter, Klinik, Rettungsdienst, ÖPNV oder Flughafen.
Evidenzbasiert – nicht improvisiert
Täterverhalten ist kein Zufall. Institutionen wie das Bundeskriminalamt (BKA), Europol und das FBI analysieren seit Jahrzehnten, wie Gewalt entsteht, eskaliert und verhindert werden kann. Die Erkenntnisse sind eindeutig: Aggression folgt Mustern. Wer diese Muster kennt, kann früher intervenieren.
Die Gladiator Mind-Methodik nutzt diese Erkenntnisse:
Täterklassen und Täterscanning: Frühzeitiges Erkennen von Warnsignalen – bevor die Situation kippt. Mehr dazu
7-Phasen-Handlungskreislauf: Von der Auslösephase bis zur Nachbereitung – jede Phase hat spezifische Interventionspunkte
Polyvagal-Theorie: Neurobiologisches Verständnis von Stressreaktionen – warum Menschen unter Druck „ausrasten" und wie Sie sie zurückholen
Warum Gewaltprävention keine Option ist – sondern Pflicht
Viele Organisationen glauben, Deeskalationstrainings allein würden ausreichen. Das ist ein Irrtum – und im Schadensfall ein teurer.
§ 3 ArbSchG macht klar: Der Arbeitgeber muss die Sicherheit der Beschäftigten bei der Arbeit gewährleisten. Das schließt den Schutz vor Gewalt ein. Die DGUV Vorschrift 1 ergänzt: Unternehmen müssen Maßnahmen zur Prävention arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren treffen – inklusive wirksamer Unterweisung.
Ein Training, das nur Deeskalation lehrt, aber den Bereich der körperlichen Eigensicherung und des Selbstschutzes ausklammert, ist unvollständig. Mitarbeitende müssen wissen, was rechtlich erlaubt ist – und wie sie sich schützen können, wenn Deeskalation nicht mehr greift und ein Rückzug unmöglich ist. Mehr zu Selbstschutz als Arbeitsschutzpflicht
Im Schadensfall stellt sich die Frage: „Wurden die Mitarbeiter auf den Ernstfall vorbereitet? Oder nur auf die Hoffnung, dass es nicht passiert?"
Organisationsverschulden liegt vor, wenn:
- Keine Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG durchgeführt wurde
- Bekannte Risiken (z. B. Übergriffe in der Vergangenheit) nicht durch Schutzmaßnahmen adressiert wurden
- Mitarbeiter keine wirksame Unterweisung zum Selbstschutz erhalten haben
- Dokumentation fehlt oder unvollständig ist
Die Folgen:
- Zivilrechtliche Haftung (Schmerzensgeld, Verdienstausfall)
- Strafrechtliche Konsequenzen für Führungskräfte (Fahrlässigkeit)
- Reputationsschaden und Vertrauensverlust
Mein Ansatz: Ich unterstütze Organisationen dabei, rechtssichere Gewaltschutzkonzepte aufzubauen – mit vollständiger Dokumentation, PDCA-Integration und wirksamer Unterweisung.
Mehr dazu: Organisationsverschulden – Die unterschätzte Haftungsfalle
Über den Autor
Günther Pfeifer
IHK-zertifizierter Gewaltpräventions-Spezialist mit über 25 Jahren Erfahrung in Risiko-Bereichen. Entwickler der Gladiator Mind-Methodik, die stoische Philosophie mit moderner Neurowissenschaft verbindet. Spezialisiert auf Rathäuser, Jobcenter, Kliniken, Rettungsdienst, ÖPNV und Flughäfen.
Ich bin Praktiker, kein Forscher. Meine Aufgabe ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse in tragfähige Konzepte für reale Einsatzsituationen zu übersetzen – als Architekt, der die richtigen Fachleute zusammenbringt. Wo mein Wissen endet, beginnt mein Netzwerk.
Meine Arbeit basiert auf der Überzeugung, dass der Mensch im Mittelpunkt jeder wirksamen Gewaltprävention stehen muss. Nur wer seine eigene Stressphysiologie versteht und seinem Bauchgefühl vertraut, kann unter Druck souverän bleiben, deeskalierend auftreten – und sich flexibel an die Dynamik der Situation anpassen, wenn Standardroutinen nicht mehr greifen.
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