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Resilienz & Gewaltprävention: Betriebssicherheit für Behörden & KRITIS


Resilienz & Gewaltprävention: Warum mentale Handlungsfähigkeit über die Betriebssicherheit entscheidet

Wenn Beschäftigte, die unseren Staat, unsere Kliniken oder unsere kritischen Infrastrukturen am Laufen halten, aus Angst fehlen, ist das kein individuelles Versagen. Es ist ein Frühindikator für Lücken in der Sicherheitsarchitektur.

Angst ist ein Systemkiller

In Rathäusern, Kliniken und im ÖPNV prallen täglich Emotionen und Zeitdruck aufeinander. Überall reagiert das menschliche Nervensystem nach denselben Regeln: Stress, Tunnelblick, Schockstarre. Mentale Handlungsfähigkeit ist hier die wichtigste Infrastruktur.

Resilienz & Awareness: Die neurobiologische Basis

Resilienz bedeutet im Arbeitskontext die Fähigkeit, unter Druck adaptiv zu bleiben. Die Stressreaktion beginnt im Gehirn: Die Amygdala bewertet Reize blitzschnell. Ohne Training schaltet der Körper in Alarm, was differenzierte Entscheidungen fast unmöglich macht.

Dass die Amygdala eine Schlüsselrolle bei der Bewertung von Gefahren und der Steuerung unserer emotionalen Handlungsfähigkeit spielt, belegen neurobiologische Studien der Universität Bonn.

Echte Sicherheit entsteht nicht durch theoretisches Wissen, sondern durch die Fähigkeit, in kritischen Momenten die eigene Wahrnehmung aktiv zu steuern.

👉 Awareness – achtsam sein bedeutet sicherer sein

Gladiator Mind: Selbstführung unter Druck

Klassische Konzepte bleiben oft auf der Verhaltensebene. Die Gladiator Mind-Methode setzt tiefer an:

  • Ataraxia – innere Unerschütterlichkeit unter Druck.
  • Sophrosyne – Besonnenheit statt Impuls.
  • Neurobiologische Logik – Nutzung von Atmung und Haltung als Steuerungsinstrumente.

Praxisbeispiele aus kritischen Infrastrukturen

Notaufnahme:

20 Patienten warten, ein Angehöriger fühlt sich übergangen. Ein einziger Satz in falscher Tonlage und die Situation springt von „Unmut“ auf „Aggression“. Entscheidend ist mentale Handlungsfähigkeit: Haltung, Stimme, Distanz, klare Führung.

Bürgerbüro:

Ein Bescheid wird zur existenziellen Krise. Der Kunde kommt nicht „gegen die Verwaltung„, sondern gegen Angst und Druck. Wenn Mitarbeitende in Freeze fallen, eskaliert die Lage schneller.

ÖPNV-Kontrolle:

Eine Kontrolle in einer Gruppe, Alkohol im Spiel. Wenn Mitarbeitende nicht trainiert sind, die Dynamik früh zu lesen, geraten sie in den reaktiven Modus: zu nah dran, zu laut, zu spät. Awareness bedeutet: situative Klarheit und Abbruchkriterien.

Fazit für Entscheider

Gewaltprävention ist ein zentrales Steuerungsthema für Behördenleitungen und Klinikträger. Resilienz beginnt im Kopf – nicht im Pflichtenheft. Mentale Handlungsfähigkeit ist die wichtigste Infrastruktur Ihrer Teams.

Über den Autor

Günther Pfeifer

IHK-zertifizierter Gewaltpräventions-Spezialist mit über 25 Jahren Erfahrung in Risiko-Bereichen. Entwickler der Gladiator Mind-Methodik, die stoische Philosophie mit moderner Neurowissenschaft verbindet.

Meine Arbeit basiert auf der Überzeugung, dass der Mensch im Mittelpunkt jeder wirksamen Gewaltprävention stehen muss. Nur wer seine eigene Stressphysiologie versteht, kann unter Druck souverän bleiben und deeskalierend auftreten.

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Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und Sensibilisierung für Themen des Selbstschutzes und der Gewaltprävention aus Sicht eines Fachberaters. Er stellt keine Rechtsberatung dar und kann eine individuelle juristische Beratung im Einzelfall nicht ersetzen.