+49 175-6000328 info@guenther-pfeifer.de

Kategorie: News · Organisation · Gewaltprävention
Stand: Januar 2026

90 Sekunden.

So lange dauerte es, bis ein Zugbegleiter in einer S-Bahn am Boden lag – geschlagen und getreten von einem alkoholisierten Fahrgast, der kein Ticket vorweisen konnte. 90 Sekunden, in denen kein Backup kam, kein Sicherheitssystem griff, kein Handbuch half. Nur der Mensch hätte deeskalieren können – war aber nicht vorbereitet.

Dieser Vorfall aus dem Winter 2024/2025 ist kein Einzelfall. Er ist symptomatisch für ein grundlegendes Problem: Unternehmen und Behörden investieren heute massiv in zertifizierte Prozesse, technische Überwachungssysteme und komplexe Organigramme. Doch die Realität zeigt: Ob im Rathaus, am Flughafen, im Jobcenter, in der Feuerwehr oder im ÖPNVin dem Moment, in dem eine Situation kippt, entscheidet kein Handbuch über den Ausgang. Es entscheidet der Mensch.

Es ist Zeit für eine unbequeme Wahrheit: Sicherheit beginnt nicht im System. Sie beginnt im Menschen, der im entscheidenden Moment handelt.

Diese Muster gelten universell – bestätigt durch internationale Forschung zur Psychologie aggressiven Verhaltens. Die neurobiologischen Mechanismen von Stress, Angst und Aggression sind kulturübergreifend identisch. Deshalb funktioniert die Gladiator Mind Methode in jeder kritischen Infrastruktur gleichermaßen: im Bürgeramt, am Flughafen, bei Rettungskräften oder bei der Bahn.

Der Kontext ändert sich – die Handlungsphasen bleiben. Der Mensch steht immer im Mittelpunkt.

Die Zahlen sind alarmierend: Gewalt gegen Beschäftigte steigt – und Ihre Mitarbeitenden sind betroffen

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamts (BKA) zeigt einen besorgniserregenden Trend: Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst und in kritischen Infrastrukturen steigt kontinuierlich.

Gewalt gegen Amtsträger und Beschäftigte (§ 113, § 114 StGB)

Laut PKS 2023 (neueste verfügbare Daten):

  • 72.684 Fälle von Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte (§ 113 StGB)
  • 14.532 Fälle von tätlichen Angriffen auf Vollstreckungsbeamte (§ 114 StGB)
  • Dunkelziffer bei nicht-polizeilichen Beschäftigten: Fachverbände schätzen die tatsächliche Zahl deutlich höher ein, da keine generelle Meldepflicht besteht

Quelle: Bundeskriminalamt (BKA), Polizeiliche Kriminalstatistik 2023
Link: https://www.bka.de

Brennpunkte: Wo Gewalt am häufigsten eskaliert

Die Zahlen zeigen: Gewalt konzentriert sich in Bereichen mit hoher emotionaler Belastung und Machtasymmetrie:

Bereich Häufigkeit Typische Trigger
Jobcenter ⚠️⚠️⚠️ Sehr hoch Leistungskürzungen, Sanktionen, Existenzangst
Rathäuser/Bürgerämter ⚠️⚠️ Hoch Wartezeiten, Verwaltungsakte, Gebühren
Krankenhäuser/Notaufnahmen ⚠️⚠️⚠️ Sehr hoch Schmerz, Angst, Alkohol, Drogen
ÖPNV/Bahn ⚠️⚠️⚠️ Sehr hoch Fahrkartenkonflikte, Alkohol, Zeitdruck
Flughäfen ⚠️⚠️ Hoch Flugausfälle, Sicherheitskontrollen, Stress

Die Konsequenz: Diese Zahlen sind keine abstrakten Statistiken. Sie bedeuten: Jeden Tag sind Mitarbeitende in diesen Bereichen Übergriffen ausgesetzt – oft ohne adäquaten Schutz.

Vier typische Eskalationsmuster aus der Praxis

Was tun, wenn die Stimmung kippt – mitten im Alltag? Die folgenden Beispiele basieren auf dokumentierten Vorfällen aus den Jahren 2024/2025 und zeigen: Gewalt gegen Mitarbeitende ist keine Ausnahme mehr. Sie ist Teil des Risikos geworden.

Hinweis: Details wurden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes anonymisiert. Die Muster entsprechen realen Eskalationsdynamiken aus der Gewaltpräventionspraxis.

Muster 1: Eskalation nach Bescheid-Ablehnung (Behörde)

Ausgangslage: Ein Bürger erhält einen negativen Bescheid (Bauantrag abgelehnt). Er sucht das Gespräch im Rathaus, fühlt sich aber nicht gehört.

Eskalationsverlauf: Phase 1 (Frust) → Phase 2 (verbale Aggression, Lautstärke steigt) → Phase 3 (körperliche Bedrohung einer Mitarbeiterin).

Intervention: Nur durch stillen Alarm konnte Sicherheit gerufen werden. Die Mitarbeiterin erkannte die Eskalation in Phase 2 – und reagierte richtig.

Was das für Ihre Teams bedeutet: Technische Systeme (stiller Alarm) greifen nur, wenn Mitarbeitende die Eskalation frühzeitig erkennen und Hilfe rufen können. Training zur Mustererkennung ist entscheidend.

Muster 2: Racheakt nach wochenlanger Eskalation (Landratsamt)

Ausgangslage: Ein Antragsteller erhält über Wochen hinweg negative Bescheide. Seine Frustration baut sich unbemerkt auf.

Eskalationsverlauf: Phase 1-2 verlaufen über Wochen (schriftliche Beschwerden, E-Mails mit zunehmend aggressivem Ton) → Phase 3 (geplanter Angriff auf einen Mitarbeiter außerhalb des Gebäudes).

Lernpunkt: Eskalation beginnt nicht am Tag des Angriffs. Frühwarnsignale wurden übersehen – aggressive E-Mails, wiederholte Beschwerden, Fixierung auf einzelne Personen.

Was das für Ihre Teams bedeutet: Gewalt endet nicht am Gebäudeausgang. Mitarbeitende müssen auch außerhalb der Dienstzeit geschützt sein. Risikofrüherkennung muss systematisch erfolgen – nicht erst nach dem Vorfall.

Muster 3: Blitzeskalation im ÖPNV (Fahrscheinkontrolle)

Ausgangslage: Zugbegleiter kontrolliert Fahrkarte, Fahrgast ist alkoholisiert und hat kein gültiges Ticket.

Eskalationsverlauf: Phase 1 (Wahrnehmung: Geruch, unsichere Körperhaltung) → Phase 3 (Gewaltausbruch) innerhalb von 90 Sekunden. Phase 2 wird durch Alkohol übersprungen. Kein Backup verfügbar.

Lernpunkt: Alkohol/Drogen überspringen rationale Deeskalationsphasen. Mitarbeitende im ÖPNV müssen vor der Kontrolle Risikoindikatoren erkennen können – Körpersprache, Geruch, Kontext.

Was das für Ihre Teams bedeutet: Im ÖPNV fehlt oft Backup. Mitarbeitende müssen allein handlungsfähig sein – und situative Risiken (Alkohol, Drogen, psychische Ausnahmezustände) vor der Konfrontation erkennen.

Muster 4: Gewalt außerhalb der Dienstzeit (Rathaus-Umfeld)

Ausgangslage: Mehrere Personen greifen zwei Mitarbeitende vor einem Rathaus an – nachdem diese eine Beschwerde bearbeitet hatten.

Eskalationsverlauf: Phase 3 (Gewalt) erfolgt außerhalb des geschützten Bereichs, ohne Vorwarnung.

Lernpunkt: Gewaltschutz endet nicht am Gebäudeausgang. Mitarbeitende in Publikumskontakt sind auch auf dem Weg zur/von der Arbeit potenziell gefährdet.

Was das für Ihre Teams bedeutet: Risikoberufe erfordern umfassendes Schutzkonzept – nicht nur während der Dienstzeit. Mitarbeitende müssen sensibilisiert werden für Situationen außerhalb des Dienstes.

Was diese Muster gemeinsam haben

Alle vier Fälle zeigen dasselbe Grundprinzip:

  1. Trigger: Negativer Bescheid, abgelehnte Leistung, Kontrollsituation
  2. Eskalation: Keine oder zu späte Deeskalation in Phase 1-2
  3. Gewaltausbruch: Phase 3-4 wird erreicht – oft innerhalb von Minuten
  4. Nachwirkung: Trauma bei Betroffenen, lange Ausfallzeiten, Angst im Team

Die Lösung: Mitarbeitende müssen die Handlungsphasen der Eskalation erkennen und in Phase 1-2 eingreifen können – durch mentale Selbstführung und automatisierte Deeskalationsroutinen.

Warum entscheiden Menschen und nicht Systeme über Sicherheit?

Ob am Empfang einer kritischen Infrastruktur, im Bürgerbüro eines Rathauses, bei Zugbegleitern oder im Rettungsdienst: Die Sicherheitskette ist nur so stark wie die Handlungsfähigkeit des Einzelnen unter Druck.

Internationale Studien zur Psychologie aggressiven Verhaltens zeigen: Die psychologischen Prozesse, die zu aggressivem Verhalten führen, funktionieren kulturübergreifend identisch. Die biologischen Stressreaktionen – Amygdala-Aktivierung, Sympathikus-Dominanz, Tunnelblick – sind universell.

Das bedeutet: Die Fähigkeit zur mentalen Selbstführung schützt – unabhängig davon, ob Sie im Berliner Jobcenter, im Frankfurter Flughafen, im Münchner Klinikum, bei der Feuerwehr oder als Busfahrer arbeiten.

Alle acht kritischen Infrastrukturen betroffen

Die Herausforderung betrifft alle acht Sektoren kritischer Infrastrukturen (KRITIS):

  1. Energie (Stadtwerke, Netzbetreiber)
  2. Wasser (Wasserwerke, Klärwerke)
  3. Ernährung (Logistik, Einzelhandel)
  4. Gesundheit (Kliniken, Rettungsdienst)
  5. Finanz- und Versicherungswesen (Banken, Versicherungen)
  6. Transport und Verkehr (ÖPNV, Bahn, Flughäfen)
  7. Informationstechnik und Telekommunikation (Rechenzentren, Netzwerke)
  8. Staat und Verwaltung (Rathäuser, Bürgerämter, Behörden)

In allen Bereichen gilt: Wenn Frustration in Aggression umschlägt oder ein Konflikt in Mobbing mündet, greifen technische Systeme nicht mehr. Hier zeigt sich, ob Mitarbeitende in der Lage sind, ihre eigenen Stressreaktionen zu regulieren – eine Kompetenz, die durch gezieltes Selbstschutztraining systematisch aufgebaut wird.

Diskretion als Grundpfeiler unserer Arbeit

Wir arbeiten im Bereich Gewaltprävention und Selbstschutz in Hochrisiko-Bereichen – bei Behörden, Ämtern, Rettungsdiensten, Verkehrsbetrieben und kritischen Infrastrukturen. Aus diesem Grund nennen wir keine Namen von Personen oder spezifischen Einrichtungen. Diskretion ist ein Grundpfeiler seriöser Arbeit – so wie ein Arzt keine Patientennamen nennt, schützen wir die Privatsphäre unserer Auftraggeber. Das ist kein Mangel an Referenzen, sondern Ausdruck von Professionalität.

Was die Praxis zeigt: Frühwarnsignale erkennen

Die Erfahrung aus der Gewaltprävention zeigt: Eskalationen folgen erkennbaren Mustern. Studien zur Opferauswahl (Grayson & Stein, 1981) belegen: Täter orientieren sich häufig an situativen Signalen – gesenkter Blick, eingefallene Schultern, unnatürliche Schrittlänge. Diese Signale werden oft unbewusst unter Stress ausgesendet.

Die Konsequenz: Täter orientieren sich häufig an situativen Signalen und Gelegenheiten. Unter Stress sendet der Körper unbewusst Signale – eingefallene Schultern, unsicherer Gang, gesenkter Blick. Genau deshalb ist Training zur mentalen Selbstführung Schutz, nicht Schuldzuweisung. Mitarbeitende – ob im Rathaus, am Flughafen oder im ÖPNV – lernen, diese Automatismen zu steuern. Nicht, weil sie „schuld“ sind, sondern weil es wirksam ist.

Was verbindet Gewalt, Mobbing und Eskalation?

Wir neigen dazu, Themen wie Gewaltprävention, Mobbing oder Deeskalation getrennt zu betrachten. Fachlich greift das zu kurz. Alle diese Phänomene haben denselben Ursprung: menschliche Dynamiken, die außer Kontrolle geraten.

Zwei Perspektiven – ein Phänomen

Eskalation lässt sich aus zwei Perspektiven betrachten:

1. Glasl (1982) beschreibt die Konfliktdynamik zwischen Parteien in 3 Phasen:

  • Phase 1: Win-Win (Verhärtung, Debatte, Taten statt Worte) – Sachliche Meinungsverschiedenheiten, gemeinsame Ziele noch erkennbar, Lösungen noch möglich.
  • Phase 2: Win-Lose (Image-Verlust, Gesichtsverlust, Drohungen) – Persönliche Angriffe beginnen, Koalitionsbildung („Die gegen uns“), Empathie nimmt ab.
  • Phase 3: Lose-Lose (Zerstörung, Vernichtung) – Destruktive Handlungen (auch wenn man selbst schadet), Kommunikation unmöglich, nur Dritte können noch eingreifen.

Diese Phasen zeigen, wie sich Beziehungen zwischen Konfliktparteien verschlechtern.

2. Der Handlungskreislauf der Eskalation übersetzt Glasls Modell in beobachtbare Handlungsphasen im Alltag:

  1. Wahrnehmung: Täter scannen nach Unsicherheit, Betroffene spüren Unbehagen
  2. Trigger: Sachliche Meinungsverschiedenheiten verhärten sich (entspricht Glasl Phase 1)
  3. Emotionale Zuspitzung: Der ‚Amygdala Hijack‘ deaktiviert rationales Denken
  4. Handlung & Nachwirkung: Entweder eskaliert die Situation (körperlicher Übergriff) oder sie wird unterbrochen

Für die Praxis bedeutet das: Glasl erklärt warum Konflikte eskalieren. Der Handlungskreislauf zeigt, wann eingegriffen werden muss – nämlich in Phase 1-2, bevor die neurobiologische Lawine von Phase 3 beginnt.

Diese Dynamik zeigt sich überall: Am Behördentresen genauso wie im jahrelangen Mobbing oder im blitzschnellen Übergriff. Die neurobiologischen Mechanismen sind dieselben – nur die Geschwindigkeit variiert.

Wer Prävention ernst meint, muss in Phase 1-2 eingreifen, nicht erst, wenn die Faust fliegt.

Neurobiologie: Warum Training unter Stress anders sein muss

Unter Hochstress übernimmt die Amygdala das Kommando – der präfrontale Cortex (rationales Denken) wird teilweise deaktiviert. Dieser sogenannte ‚Amygdala Hijack‘ erklärt, warum Menschen unter Druck genau das Falsche tun – oder gar nicht reagieren.

Klassische Deeskalationstrainings setzen auf rationale Strategien („Ich-Botschaften“, „aktives Zuhören“). Das funktioniert in Phase 1-2. In Phase 3 versagen diese Techniken – weil das rationale Denken blockiert ist.

Die Gladiator Mind Methode arbeitet unterhalb der Bewusstseinsebene: mit automatisierten Stressmustern, die auch funktionieren, wenn das Denken aussetzt. Das gilt für Mitarbeiter im Rathaus genauso wie für Rettungskräfte oder Sicherheitspersonal am Flughafen.

Der Perspektivwechsel: Täter verstehen, Betroffene schützen

Echte Handlungssicherheit entsteht erst, wenn wir aufhören, Gewalt eindimensional zu betrachten. Wir müssen beide Perspektiven verstehen: die des Täters und die der Betroffenen.

Der Blick des Aggressors: Wissenschaftlich belegt

Die Opferauswahl folgt erkennbaren Mustern. In der wegweisenden Studie von Grayson & Stein (1981) bewerteten verurteilte Gewalttäter Videoaufnahmen von 60 Personen – ohne ein Wort zu hören. Ergebnis: Täter identifizieren potenzielle Opfer in Sekundenschnellen anhand von drei nonverbalen Signalen:

  1. Unnatürliche Schrittlänge (zu lang oder zu kurz)
  2. Gestische Bewegung (Arme/Beine ziehen den Körper, statt dass der Rumpf führt)
  3. Gesenkter Blick und eingefallene Schultern (signalisieren Unsicherheit)

Diese Muster gelten unabhängig vom Kontext: Ob auf der Straße, im Jobcenter, am Flughafen, im Rathaus oder im ÖPNV – Täter scannen unbewusst nach Unsicherheit. Wer unter Stress steht, sendet genau diese Signale aus.

Genau hier setzt der Blick des Aggressors an: Verstehen, wie Täter auswählen – und diese Signale bewusst steuern. Wichtig: Dies ist keine Opferbeschuldigung, sondern Wissen, das Mitarbeitende schützt.

Die Sicht der Betroffenen: Langzeitfolgen ernst nehmen

Gewalt endet nicht mit dem Vorfall. Scham, Angst und Kontrollverlust wirken lange nach und können – wenn sie im System nicht aufgefangen werden – den Nährboden für chronische Konflikte und Mobbing bilden. Die Perspektive der Betroffenen zeigt: Forschung zu Vicarious Trauma belegt, dass ein erheblicher Anteil der Fachkräfte in der Gewaltberatung selbst Trauma-Symptome entwickelt. Ohne gezielte Nachsorge wird aus Helfer-Syndrom echte PTSD.

Warum mentale Selbstführung der Schlüssel ist

Selbstschutz im professionellen Kontext hat nichts mit Kampf oder Härte zu tun. Es ist die Fähigkeit zur mentalen Selbstführung. Im Kern geht es darum, auch unter massiven emotionalen oder psychischen Belastungen die Kontrolle über das eigene Handeln zu behalten.

Wir nennen diesen Ansatz Gladiator Mind. Es ist kein Marketing-Slogan, sondern eine fachliche Haltung, die stoische Philosophie mit moderner Neurowissenschaft verbindet:

  • Wahrnehmen statt reflexhaft reagieren: Studien der Deutschen Sporthochschule Köln belegen: Die 7 Säulen der Resilienz sind trainierbar. Gladiator Mind verbindet diese Erkenntnisse mit stoischer Philosophie.
  • Entscheiden, bevor die Emotion das Kommando übernimmt: Das Fundament bildet Ataraxie – innere Unerschütterlichkeit, die auch unter Hochstress funktioniert.
  • Klarheit ausstrahlen, wenn das Gegenüber die Fassung verliert: Wer sich selbst führen kann, ist in der Lage, Situationen zu deeskalieren, Grenzen rechtssicher zu setzen und sich vor den psychosozialen Folgen von Konflikten zu schützen.

Was Forschung und Praxis zeigen

Internationale Studien zu Deeskalationstrainings im Gesundheitswesen belegen: Frühzeitige mentale Interventionen können die Gewaltquote signifikant senken. Eine Meta-Analyse von über 40 Studien (Hahn et al., 2012) zeigt: Trainings, die neurobiologische Stressreaktionen berücksichtigen, sind deutlich effektiver als rein kommunikative Ansätze.

Hier setzt Gladiator Mind an: Wir nutzen neurobiologische Erkenntnisse, um Routinen zu automatisieren. Durch das Training automatisierter Routinen bleibt die Souveränität gewahrt, selbst wenn biologische Stressreaktionen einsetzen.

Die Experten-Prognose aus 25 Jahren Praxis: Wenn Teams im Bereich der mentalen Selbstführung geschult werden, sinkt das Eskalationspotenzial drastisch. Das Ziel der Gladiator Mind Methode ist es, Mitarbeitende handlungsfähig zu machen, bevor Situationen körperlich werden.

Was jetzt? Ihre nächsten Schritte

Der „Human Factor“ ist kein Risiko, das es wegzumanagen gilt. Er ist die wichtigste Ressource für Stabilität und Sicherheit. Wer in die mentale Handlungsfähigkeit seiner Mitarbeitenden investiert, investiert in die Zukunftsfähigkeit seiner gesamten Organisation.

Die Frage ist nicht: Werden wir mit Gewalt konfrontiert? Die Frage ist: Sind Ihre Mitarbeitenden vorbereitet, wenn es passiert?

Drei Fragen, die Sie sich jetzt stellen sollten:

  1. Kennen Ihre Teams die vier Handlungsphasen der Eskalation?
    Können Mitarbeitende in Phase 1-2 eingreifen – bevor die Situation eskaliert?
  2. Wurden Mitarbeitende in mentaler Selbstführung trainiert?
    Haben Sie Gladiator Mind oder vergleichbare neurobiologisch fundierte Methoden implementiert?
  3. Haben Sie Ihre Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Abs. 3 ArbSchG aktualisiert?
    Sind psychische Belastungen durch Aggression und Gewalt dokumentiert – und sind Maßnahmen ergriffen?

Organisationsverschulden vermeiden – rechtliche Konsequenzen

Arbeitgeber haften nach § 823 Abs. 1 BGB für Schäden, wenn sie ihre Fürsorgepflicht verletzen. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat wiederholt entschieden: Wer trotz erkennbarer Gefährdung keine Präventionsmaßnahmen ergreift, handelt organisationsverschuldet.

Ein Beispiel aus der Rechtsprechung: Ein kommunaler Träger wurde zu Schadensersatz verurteilt, weil er trotz dokumentierter Übergriffe keine Deeskalationstrainings angeboten hatte. Die Begründung: Verletzung der Fürsorgepflicht nach § 618 BGB.

Nach § 5 Abs. 3 ArbSchG sind Arbeitgeber seit 2013 verpflichtet, auch psychische Belastungen durch Aggression und Gewalt in der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen. Wer diese Pflicht ignoriert, riskiert Organisationsverschulden – mit zivil- und strafrechtlichen Folgen.

Häufig gestellte Fragen zur Gewaltprävention

Warum steht der Mensch im Mittelpunkt der Sicherheit?
Der Mensch ist das „Initium“ jeder Organisation. In Hochstress-Situationen versagen starre Prozesse; hier zählt allein die individuelle Handlungsfähigkeit. Zudem ist der Arbeitgeber nach § 5 ArbSchG gesetzlich verpflichtet, die psychische und physische Integrität seiner Mitarbeitenden zu schützen, da sie die wichtigste Ressource für die Stabilität der Organisation sind.
Warum ist der Mensch der entscheidende Faktor in der Gewaltprävention?
Sicherheit beginnt im Menschen, nicht im System. Technische Schutzmaßnahmen greifen oft erst, wenn es bereits zu spät ist. Nur geschulte Mitarbeitende können durch Wahrnehmung und mentale Selbstführung Eskalationen in den Phasen 1 und 2 unterbrechen, bevor die neurobiologische Stressreaktion (Amygdala Hijack) rationales Handeln unmöglich macht.
Was ist die Gladiator Mind Methode?
Die Gladiator Mind Methode ist ein Ansatz, der stoische Philosophie (Ataraxie) mit moderner Neurowissenschaft verbindet. Sie trainiert automatisierte Stressmuster, die es Mitarbeitern in Behörden, Kliniken oder KRITIS ermöglichen, auch unter extremem Druck souverän und deeskalierend zu handeln.
Welche gesetzlichen Pflichten haben Arbeitgeber bei Gewalt am Arbeitsplatz?
Arbeitgeber sind nach § 5 Abs. 3 ArbSchG verpflichtet, psychische Belastungen durch Aggression und Gewalt in der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen. Werden keine angemessenen Präventionsmaßnahmen (wie Deeskalationstrainings) ergriffen, droht ein Organisationsverschulden mit zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen nach § 618 und § 823 Abs. 1 BGB.
Für welche Branchen ist Gewaltprävention besonders wichtig?
Besonders betroffen sind Bereiche mit hohem Publikumsverkehr und emotionaler Belastung: Jobcenter, Rathäuser, Krankenhäuser, ÖPNV, Flughäfen, Rettungskräfte und alle acht KRITIS-Sektoren (Energie, Wasser, Gesundheit, Transport, IT, Staat/Verwaltung, Finanzen, Ernährung).
Was sind die häufigsten Trigger für Gewalt am Arbeitsplatz?
Typische Trigger sind: negative Bescheide (Leistungskürzungen, Ablehnungen), Wartezeiten, Gebühren, Fahrscheinkontrollen, Alkohol/Drogen, Schmerz/Angst (in Kliniken), Zeitdruck, Flugausfälle und Sicherheitskontrollen. Die vier Handlungsphasen der Eskalation zeigen, wann eingegriffen werden muss.
📋 Klicken Sie hier für die vollständige Übersicht aller Berufsgruppen

1. ÖFFENTLICHER DIENST & BEHÖRDEN

1.1 Rathaus / Stadtverwaltung
  • Mitarbeiter Bürgeramt (Meldewesen, Ausweise, Zulassung)
  • Mitarbeiter Sozialamt (Leistungsbewilligungen, Antragsbearbeitung)
  • Mitarbeiter Standesamt (Eheschließungen, Beurkundungen)
  • Kassenbereich (Gebührenerhebung, Zahlungsverkehr)
  • Empfang / Pforte (Erste Anlaufstelle, Besucherlenkung)
  • Führungskräfte (Amtsleiter, Dezernenten)
1.2 Ordnungsamt
  • Außendienst (Parkraumüberwachung, Ruhestörungen, Gewerbekontrollen)
  • Vollzugsdienst (Zwangsräumungen, Beschlagnahmen)
  • Gemeindlicher Vollzugsdienst (GVD) (Streifendienst, Platzverweise)
  • Sachbearbeiter Innendienst (Bußgeldbescheide, Telefonkontakt)
1.3 Jobcenter / Arbeitsagentur
  • Leistungssachbearbeiter (Antragsbearbeitung, Bewilligungen)
  • Arbeitsvermittler (Beratungsgespräche, Maßnahmenzuweisungen)
  • Fallmanager (Langzeitbetreuung, Integrationshilfe)
  • Empfang / Sicherheitsdienst (Einlasskontrolle, Erstdeeskalation)
  • Führungskräfte (Teamleiter, Geschäftsführung)
1.4 Finanzamt
  • Veranlagungsstelle (Steuerbescheide, Rückforderungen)
  • Vollstreckungsstelle (Pfändungen, Zwangsvollstreckung)
  • Publikumsservice (Beratung, Infostelle)
1.5 Ausländerbehörde
  • Sachbearbeiter Aufenthaltsrecht (Visa, Aufenthaltstitel, Abschiebungen)
  • Duldungsstelle (Beratung in Krisensituationen)
1.6 Jugendamt
  • Allgemeiner Sozialdienst (ASD) (Hausbesuche, Inobhutnahmen)
  • Pflegekinderdienst (Krisenintervention bei Pflegefamilien)
  • Beistandschaften (Unterhaltsangelegenheiten, Konflikteltern)
1.7 Wohnungsamt
  • Wohnungslosenbetreuung (Notunterkünfte, Zwangseinweisungen)
  • Zwangsräumungen (Begleitung Vollzugsdienst)

2. GESUNDHEITSWESEN

2.1 Krankenhaus – Stationärer Bereich
  • Pflegekräfte Normalstation (Grund- und Behandlungspflege)
  • Intensivpflege (Beatmung, Reanimation, Angehörigengespräche unter Stress)
  • Stationsärzte (Visiten, Aufklärungsgespräche, Angehörigenbetreuung)
  • Stations-/Pflegedienstleitung (Führungsverantwortung, Teamsicherheit)
2.2 Notaufnahme / Rettungsstelle
  • Pflegekräfte ZNA (Erstversorgung, Triage, Hochstress-Situationen)
  • Ärzte Notaufnahme (Schockraum, Polytrauma, aggressive Patienten)
  • Anmeldung / Empfang (Erste Anlaufstelle, Wartezeitkonflikte)
  • Sicherheitsdienst (Deeskalation bei Drogen, Alkohol, psychischen Ausnahmezuständen)
2.3 Psychiatrie & Psychosomatik
  • Pflegekräfte Akutpsychiatrie (Geschlossene Station, Fixierungen, Suizidgefahr)
  • Pflegekräfte Gerontopsychiatrie (Demenz, Verwirrtheitszustände, Aggression)
  • Suchtstation (Entzugsdelirien, Beschaffungsdruck)
  • Ärzte / Psychologen (Krisenintervention, Zwangseinweisungen)
  • Sozialdienst (Entlassungsplanung in Konfliktsituationen)
2.4 Rettungsdienst / Notfallsanitäter
  • Rettungssanitäter / Notfallsanitäter (Einsatz bei häuslicher Gewalt, Drogen, Alkohol)
  • Rettungsassistenten (Bedrohungssituationen im öffentlichen Raum)
  • Leitstellendisponenten (Telefondeeskalation bei Notrufen)
2.5 Arztpraxen
  • Hausarztpraxen (Empfang, MFA bei aggressiven Patienten)
  • Psychiatrische Praxen (Akute Krisen in der Praxis)
  • Schmerztherapie / Suchtmedizin (Beschaffungsdruck, Rezeptforderungen)
2.6 Pflegeheime / Altenpflege
  • Pflegekräfte (Demenz, Aggression, Überforderung Angehöriger)
  • Heimleitung (Gewaltschutzkonzepte nach Heim-TÜV)
2.7 Ambulante Pflege
  • Pflegedienst (Hausbesuche in schwierigem sozialem Umfeld)

3. SOZIALE EINRICHTUNGEN

3.1 Kinder- und Jugendhilfe
  • Mitarbeiter Jugendzentren (Konfliktschlichtung, Gewaltprävention)
  • Streetworker (Arbeit mit gewaltbereiten Jugendlichen)
  • Wohngruppen / Heime (Betreuung verhaltensauffälliger Jugendlicher)
3.2 Obdachlosenhilfe
  • Mitarbeiter Notunterkünfte (Sucht, psychische Erkrankungen, Gewalt)
  • Streetworker Wohnungslosenhilfe (Aufsuchende Arbeit)
3.3 Beratungsstellen
  • Schuldnerberatung (Existenzängste, Überforderung)
  • Suchtberatung (Beschaffungsdruck, Rückfälle)
  • Schwangerschaftskonfliktberatung (Hochemotionale Situationen)
  • Migrationssozialberatung (Sprachbarrieren, Traumatisierung)
3.4 Flüchtlingshilfe
  • Sozialarbeiter Erstaufnahmeeinrichtungen (Überfüllung, Konflikte, Trauma)
  • Ehrenamtliche (Überforderung, fehlende Schulung)

4. RETTUNGSKRÄFTE & KATASTROPHENSCHUTZ

4.1 Feuerwehr
  • Berufsfeuerwehr (Einsätze bei häuslicher Gewalt, Amok, Terror)
  • Rettungsdienst-Feuerwehr (Doppelfunktion: Retten + Deeskalieren)
  • Einsatzleitung (Entscheidungen unter Druck)
4.2 Technisches Hilfswerk (THW)
  • Helfer bei Großschadenslagen (Panik, Chaos, Gewalt)
4.3 Katastrophenschutz
  • Einsatzkräfte bei Evakuierungen (Widerstand, Panik, Aggression)

5. JUSTIZ & VOLLZUG

5.1 Justizvollzugsanstalten (JVA)
  • Bedienstete Vollzugsdienst (Gewalt von Inhaftierten)
  • Sozialarbeiter JVA (Betreuung gewaltbereiter Gefangener)
  • Psychologischer Dienst (Krisenintervention)
5.2 Gerichte
  • Justizwachtmeister (Sicherheit bei Verhandlungen, aggressive Parteien)
  • Richter / Staatsanwälte (Bedrohungen im Saal)
5.3 Bewährungshilfe
  • Bewährungshelfer (Hausbesuche, Konfliktpotenzial)

6. BILDUNG

6.1 Schulen
  • Lehrer (alle Schulformen) (Konflikte mit Schülern, Eltern)
  • Schulsozialarbeiter (Gewaltprävention, Krisenintervention)
  • Schulleitung (Verantwortung für Gewaltschutzkonzept)
6.2 Kitas
  • Erzieher (Übergriffige Eltern, Überforderung)
  • Kita-Leitung (Konfliktmanagement mit Eltern)

7. VERKEHR & ÖPNV

7.1 Öffentlicher Nahverkehr
  • Busfahrer (Alleinarbeit, Fahrscheinkonflikte, Alkohol, Drogen)
  • Straßenbahnfahrer (Bedrohungen, Vandalismus)
  • U-Bahn-Fahrer (Isolation, psychische Belastung)
  • Kontrolleure / Fahrkartenkontrolle (Aggressionen bei Schwarzfahrern)
  • Kundenservice / Infoschalter (Beschwerden, Überforderung)
7.2 Bahnverkehr
  • Zugbegleiter (DB) (Fahrscheinkonflikte, überregionale Eskalationen)
  • Bahnhofsmission (Obdachlose, Sucht, psychische Auffälligkeiten)

8. SICHERHEITSDIENSTE

8.1 Private Sicherheitsdienste
  • Objektschutz (Werksschutz, Kliniken, Behörden)
  • Veranstaltungsschutz (Einlasskontrollen, Alkohol, Konflikte)
  • Citystreife / Bahnhofsschutz (Obdachlose, Drogen, Gewalt)
8.2 Werkschutz
  • Pförtnerdienste (Zugangskontrollen, Besuchermanagement)
  • Werksicherheit Industrie (Sabotage, interne Konflikte)

9. EINZELHANDEL & GASTRONOMIE

9.1 Einzelhandel
  • Kassierer (Ladendiebstahl, Kundenaggressionen)
  • Filialleiter (Konfliktmanagement mit Kunden + Personal)
  • Ladendetektive (Konfrontation mit Dieben)
9.2 Gastronomie
  • Servicekräfte (Alkohol, Beschwerden, sexuelle Belästigung)
  • Türsteher / Rausschmeißer (Clubs, Bars)
  • Hotelempfang (Übernachtungskonflikte, Zahlungsverweigerung)

10. ENERGIEVERSORGER & KOMMUNALE DIENSTE

10.1 Stadtwerke / Energieversorger
  • Außendienst (Zählerablesung, Sperrungen) (Zahlungsverweigerung, Hausfriedensbruch)
  • Kundenservice (Beschwerden, existenzielle Ängste)
10.2 Abfallwirtschaft
  • Müllwerker (Konflikte bei Sperrmüll, illegalen Abladungen)

11. FLUGHÄFEN & KRITISCHE INFRASTRUKTUREN

11.1 Flughäfen
  • Check-in-Personal (Überbuchungen, Gepäckgebühren, Zeitdruck)
  • Sicherheitspersonal (Kontrollen, verweigerte Mitnahme von Gegenständen)
  • Gate-Agents (Flugausfälle, Verspätungen, Anschlussflüge)
  • Bodenpersonal (Stress, hohe Taktung)
11.2 Kritische Infrastrukturen (KRITIS)
  • Energie (Kraftwerke, Netzbetreiber)
  • Wasser (Wasserwerke, Klärwerke)
  • Telekommunikation (Rechenzentren, Netzwerke)
  • Finanzwesen (Banken, Versicherungen)

Hinweis: Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie zeigt exemplarisch die Bandbreite der Berufsgruppen, die von Gewalt am Arbeitsplatz betroffen sind – und bei denen die Gladiator Mind Methode schützen kann.

Investieren Sie in die Handlungsfähigkeit Ihrer Teams.
Schützen Sie Menschen – und vermeiden Sie Organisationsverschulden.

Jetzt Training anfragen →

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und Sensibilisierung für Themen des Selbstschutzes und der Gewaltprävention aus Sicht eines Fachberaters. Er stellt keine Rechtsberatung dar und kann eine individuelle juristische Beratung im Einzelfall nicht ersetzen. Für verbindliche rechtliche Auskünfte zu Ihren Pflichten nach ArbSchG und DGUV wenden Sie sich bitte an Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit, Ihre zuständige Unfallkasse oder einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Stand: Januar 2026

Über den Autor

Günther Pfeifer ist IHK-zertifizierte Fachkraft für Gewaltprävention mit über 25 Jahren Erfahrung in operativen Sicherheitsdiensten. Als Ausbilder für Fachkräfte für Schutz und Sicherheit (IHK) und AMS-Beauftragter berät er Behörden, Gesundheitseinrichtungen und Organisationen mit Publikumsverkehr.

Sein Gladiator-Mind-Ansatz verbindet stoische Philosophie (Ataraxie, Sophrosyne) mit moderner Neurowissenschaft und forensischer Forschung – für Handlungsfähigkeit unter Hochstress.

Schwerpunkt: Gewaltprävention nach ArbSchG und DGUV für den öffentlichen Dienst, Gesundheitswesen und Dienstleistungsbereiche.

Qualifikationen & Zertifikate → | Kontakt aufnehmen →

Quellen & wissenschaftliche Grundlagen

Primärstudien

  • Grayson, B. & Stein, M. I. (1981). „Attracting Assault: Victims‘ Nonverbal Cues.“ Journal of Communication, 31(1), 68-75.
  • Glasl, F. (1982). Konfliktmanagement: Ein Handbuch für Führungskräfte, Beraterinnen und Berater. Bern: Haupt Verlag.
  • Jenkins, S. R. & Baird, S. (2002). „Secondary Traumatic Stress and Vicarious Trauma: A Validation Study.“ Journal of Traumatic Stress, 15(5), 423-432.

Meta-Analysen

  • Hahn, S., Müller, M., Needham, I., Dassen, T., Kok, G., & Halfens, R. J. G. (2012). „Patient and visitor violence in the general hospital, occurrence, staff interventions and consequences: A cross-sectional survey.“ Journal of Advanced Nursing, 68(12), 2685-2699.

Neurobiologie & Stressforschung

  • Porges, S. W. (2011). The Polyvagal Theory: Neurophysiological Foundations of Emotions, Attachment, Communication, and Self-regulation. New York: W. W. Norton.
  • Ressler, K. J. & Mayberg, H. S. (2007). „Targeting abnormal neural circuits in mood and anxiety disorders: From the laboratory to the clinic.“ Nature Neuroscience, 10(9), 1116-1124.

Statistiken

  • Bundeskriminalamt (BKA). (2024). Polizeiliche Kriminalstatistik 2023. Wiesbaden. Verfügbar unter: https://www.bka.de
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). (2019). DGUV Information 250-001: Sicherheit und Gesundheit im öffentlichen Dienst. Berlin.

Rechtliche Grundlagen

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) – § 5 Abs. 3: Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen
  • Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) – § 618: Fürsorgepflicht des Arbeitgebers | § 823 Abs. 1: Haftung bei Organisationsverschulden
  • Strafgesetzbuch (StGB) – § 113: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte | § 114: Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte
  • DGUV Vorschrift 1 – Grundsätze der Prävention (§ 2, § 3)

Stoische Philosophie & Gladiator Mind

  • Epiktet. Handbüchlein der Moral (Encheiridion). Übersetzung: Philipp Schäfer (2020).
  • Marc Aurel. Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν). Übersetzung: Rainer Nickel (2019).
  • Long, A. A. (2002). Epictetus: A Stoic and Socratic Guide to Life. Oxford: Clarendon Press.
  • Mehr zu Ataraxie und innerer Stärke

Weiterführende Literatur

  • Richter, D. (2018). Gewaltprävention im Gesundheitswesen: Grundlagen, Konzepte, Praxiserfahrungen. Stuttgart: Kohlhammer.
  • Wolke, D., Copeland, W. E., Angold, A., & Costello, E. J. (2013). „Impact of bullying in childhood on adult health, wealth, crime, and social outcomes.“ Psychological Science, 24(10), 1958-1970.

Hinweis zur Wissenschaftlichkeit: Alle zitierten Studien sind in peer-reviewed Journals publiziert oder stammen von anerkannten Institutionen (BKA, DGUV). Interpretationen und Praxisableitungen basieren auf 25+ Jahren Berufserfahrung des Autors in der operativen Gewaltprävention.