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Gefahren erkennen und die eigene Sicherheit erhöhen

Die persönliche Sicherheit ist ein geschützter Wert, der zu den Grundrechten eines jeden Menschen zählt und im Grundgesetz verankert ist. Dennoch ist es dem Staat nur begrenzt möglich, die absolute Sicherheit für jeden Menschen zu gewährleisten. Die persönliche Sicherheit kann trotz aller präventiven Schutzmaßnahmen, wie Gesetzen, Polizeischutz und Versicherungen, nicht vollumfänglich vorhanden sein. So können sich im Straßenverkehr, in den eigenen vier Wänden und auch in der Öffentlichkeit Vorfälle ereignen, die das persönliche Sicherheitsgefühl erschüttern.
Fühlt sich eine Person nicht mehr sicher, so ist ihr Tun und Handeln eingeschränkt, was wiederum dazu führt, dass Unsicherheit, Angst und Panik sich breit machen. Dies ist ein zunächst normaler Zustand, der zu starken Einschränkungen bis hin zum Verlust des persönlichen Freiheitsgefühls und Angststörungen führen kann. Personen, deren Sicherheitsgefühl teilweise oder gar nicht mehr vorhanden ist, leben dadurch ein stark eingeschränktes Leben, das zu unsicherem Verhalten oder totaler Vermeidung von Situationen führen kann. Diese Personen sind nicht mehr im Stande, sich frei zu entfalten und fühlen sich oft in ihrer eigenen Haut nicht mehr geborgen und wohl. Dies führt dazu, dass in ihnen keine weiteren Bedürfnisse mehr entstehen, da eines der grundlegenden Bedürfnisse nicht gestillt werden kann.

Sicherheit: ein Grundbedürfnis der Menschen – auch deins!

Der amerikanische Psychologe Abraham Maslow beschreibt in seiner Bedürfnis Pyramide auf eine vereinfachte Art und Weise menschliche Bedürfnisse und Motivationen und versucht, diese zu erklären. Aus seinen Forschungsergebnissen geht hervor, dass erst, wenn die physiologischen Bedürfnisse einer Person, wie beispielsweise Hunger und Durst gestillt sind, die persönlichen Sicherheitsbedürfnisse, wie körperliche und seelische Sicherheit, materielle Grundsicherung, Arbeit, Wohnung, Familie und Gesundheit zum Tragen kommen. Nur wer sich im Alltag sicher und geborgen fühlt, ist in der Lage, soziale Bedürfnisse wahrzunehmen und nach Anerkennung, Wertschätzung und Selbstverwirklichung zu streben. Die persönliche Sicherheit bildet ein tragendes Fundament in unserem Leben, auch in deinem!

Sich im Alltag sicher fühlen

In unserem Alltag können Verkehrsunfälle, Kriminalität und Naturgewalten unser Sicherheitsgefühl erschüttern. Hinzu kommen menschliche Gewalt, in Form von körperlicher und seelischer Gewalt, und Terror. All dies kann zu dem Gefühl von Verlust, in Form von Gegenständen, aber auch zu körperlichen und seelischen Schmerzen und Angstzuständen führen, die auf Unsicherheit zurückzuführen sind. Ist unser persönliches Sicherheitsgefühl erschüttert, so kann dies dazu beitragen, dass wir uns, bewusst oder unbewusst, in eine Opferrolle begeben und schneller in kritische Situationen geraten und in diesen kontraproduktiv und gefährlich handeln.
Mit dem Gefühl physischer und psychischer Bedrohung umzugehen, und den Alltag unbeschwert zu genießen, ist erlernbar. Sich mental und körperlich auf bestimmte Situationen vorzubereiten hilft, die richtigen Selbstschutzmaßnahmen einzuleiten und sich aus diesen gefährlichen Situationen herauszubringen. Mit dem bewussten Erlernen der richtigen Körperhaltung, einer deeskalierenden Wortwahl und bestimmten Verhaltensweisen, kann das Sicherheitsgefühl wiederaufgebaut und gestärkt werden. Wir fühlen uns besser vorbereitet, in gefährlichen Situationen, richtig zu reagieren und handlungsfähig zu bleiben, um das Risiko durch gezielte Maßnahmen deutlich zu reduzieren oder gar ganz abzuwenden.

Gewaltprävention und Selbstverteidigung betreffen alle Lebensbereiche und tragen zur persönlichen Sicherheit bei

Angstzustände und Panikattacken durch eine eingeschränkte persönliche Sicherheit führen oftmals zu selbst erfüllenden Prophezeiungen. Es ist nachgewiesen, dass besonders Frauen, die unsicher und leicht zu überwältigen wirken, besonders häufig Opfer von Gewalt werden. Schon eine gerade, selbstbewusste Körperhaltung und ein überzeugter Blickkontakt, können dazu beitragen, dass der Täter eingeschüchtert wird und von dem Opfer ablässt. Auch freie Hände und offene Haare sorgen dafür, dass man einen Übergriff schneller abwehren kann und länger handlungsfähig bleibt.
Oftmals sind es nur geschickte Handgriffe, die der Notwehr dienen und mit denen man sich aus den Fesseln des Angreifers schnell befreit. Dazu gehören auch ein auf Notfallsituationen ausgerichtetes Stimmtraining, um laut und bestimmt, auf den Täter einzuwirken und möglichst zügig Hilfe von Passanten und anderen Personen zu erhalten. Schon die richtige Wortwahl kann dazu führen, eine Straftat an sich oder anderen abzuwehren und den Angreifer in seine Schranken zu verweisen.

Wir selbst tragen mit unserem gesunden Menschenverstand und dem 1×1 der Selbstverteidigung enorm zu unserer persönlichen Sicherheit bei und übernehmen mit einem gezielten Sicherheitstraining Verantwortung für das, was uns am wichtigsten ist: unser eigenes Gefühl von Freiheit und Sicherheit in allen Lebenslagen.

Meine Seminare sind für Jedermann und für bestimmte Berufsgruppen geeignet. Überzeugen Sie am besten selbst, unter Stress funktioniert nur das Einfache!

Das Training wird als Schulung, Seminar sowie zur Auffrischung angeboten (Bundesweit). Gemeinsam legen wir den möglichen Schulungsrahmen fest.

Ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahmeund stehe gerne zu Ihrer Verfügung um Fragen zu beantworten.

Mehr Informationen: KRITIS-Dachgesetz 2026 – Was Betreiber wissen müssen

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Das KRITIS-Dachgesetz 2026 definiert folgende Sektoren als kritische Infrastrukturen:

  • Energie: Strom, Gas, Mineralöl
  • Wasser: Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung
  • Ernährung: Lebensmittelproduktion, -logistik
  • Gesundheit: Krankenhäuser, Rettungsdienste, Apotheken
  • Finanz- und Versicherungswesen: Banken, Börsen, Versicherungen
  • Transport und Verkehr: Schiene, Straße, Luft, Schifffahrt, ÖPNV
  • Informationstechnik und Telekommunikation: Internet, Mobilfunk, Rechenzentren
  • Staat und Verwaltung: Regierung, Justiz, Notfall- und Rettungswesen
  • Medien und Kultur: Rundfunk, Presse
  • Siedlungsabfallentsorgung: Kommunale und private Entsorgungsbetriebe (NEU seit 2026)

Mehr Informationen: KRITIS-Dachgesetz 2026 – Was Betreiber wissen müssen

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Grundlagen & Konzepte:

Rechtliche Grundlagen:

Mentale Strategien:

Branchenspezifische Leitfäden:

Warum das relevant ist

Der entscheidende Faktor im Ernstfall ist oft der Mensch: Wie Mitarbeitende Risiken früh erkennen, Eskalationen verhindern und auch unter Druck klar denken und handeln können.

Mehr Hintergrund: Gewaltprävention in kritischen Infrastrukturen

Über den Autor

Günther Pfeifer

IHK-zertifizierter Fachkraft für Gewaltpräventions mit über 25 Jahren Erfahrung in Risiko-Bereichen. Entwickler der Gladiator Mind-Methodik, die stoische Philosophie mit moderner Neurowissenschaft verbindet. Spezialisiert auf Behörden, KRITIS, Jobcenter, Kliniken, Rettungsdienst, ÖPNV, Einzelhandel, und Flughäfen.

Ich bin Praktiker, kein Forscher. Meine Aufgabe ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse in tragfähige Konzepte für reale Einsatzsituationen zu übersetzen als Architekt, der die richtigen Fachleute zusammenbringt. Wo mein Wissen endet, beginnt mein Netzwerk.

Meine Arbeit basiert auf der Überzeugung, dass der Mensch im Mittelpunkt jeder wirksamen Gewaltprävention stehen muss. Nur wer seine eigene Stressphysiologie versteht und seinem Bauchgefühl vertraut, kann unter Druck souverän bleiben, deeskalierend auftreten  und sich flexibel an die Dynamik der Situation anpassen, wenn Standardroutinen nicht mehr greifen.

 

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient der Information über den Stand der öffentlichen Diskussion und Quellenlage (Stand: 07.02.2026). Er stellt keine Rechtsberatung dar. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an einen Fachanwalt für Verwaltungsrecht oder an die zuständige Aufsichtsbehörde.

Die Inhalte wurden nach bestem Wissen und unter Verwendung öffentlich zugänglicher Quellen erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen wird keine Haftung übernommen.

Quellen und weiterführende Links

  1. Deutscher Bundestag: BT-Drucksache 21/3906
  2. Rödl & Partner: KRITIS-Dachgesetz – Einordnung
  3. OpenKRITIS: Neue Anforderungen im Überblick
  4. ZDFheute: Gewalt gegen Bahnmitarbeiter
  5. ZDFheute: Bodycams bei der Bahn