Selbstverteidigung Glossar Buchstabe G
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Gebäudeschutz
Gebäudesicherung
Gefährdungsanalyse
Gefahrenmeldeanlage
- Eine GMA der Klasse 1 erfasst alle sich auf den zu überwachenden Bereich / Prozess auswirkenden Störungen und Eingriffe.
- ine GMA der Klasse 2 erfüllt die Anforderungen der Klasse 1 und meldet darüber hinaus Eingriffe die zum Ziel haben, Meldungen im Sinne der Klasse 1 zu verhindern (z.B. Sabotage).
Geschäftsunfähig
Geschäftsunfähig ist, wer dauerhaft keinen freien Willen mehr bilden kann, weil er an einer Störung der Geistestätigkeit erkrankt ist. Geschäftsunfähig ist auch, wer das 7. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. (siehe BGB § 104)
Gewerbeaufsicht
Als staatliche Behörde ist die Gewerbeaufsicht für die Überwachung und Einhaltung von Bestimmungen, unter anderem im Arbeits- und Gesundheitsschutz, aber auch im Jugendschutz zuständig. Bei Verstößen ist die Behörde berechtigt gegen die kontrollierten Betriebe Auflagen auszusprechen, um den Schutz der Beschäftigten, sowie dritter Personen zu gewährleisten. Gesundheits- und Unfallschutzbestimmungen bilden neben Arbeitsschutzbestimmungen die Grundlage für die Beurteilung eines Sachverhalts. Die Zusammenarbeit zwischen den Aufsichtspersonen, etwa im Bereich von technischen Arbeitsprozessen, ist dabei von großer Bedeutung. In ihrer Gesamtheit unterliegt die Gewerbeaufsicht den gesetzlichen Vorgaben der Länder, welche die Rahmenbedingungen für die Arbeit der Gewerbeaufsichtsämter festlegen.
GS Zeichen
Gewalt : Formen von Gewalt
Gewalt ist eine Kraft, die Schaden oder Verletzungen zufügen kann. Es kann in physischer oder psychischer Form auftreten.
Formen von physischer Gewalt:
- Körperliche Gewalt: Dies ist die am häufigsten auftretende Form von Gewalt und beinhaltet den Einsatz von körperlicher Kraft, um Schaden oder Verletzungen zuzufügen. Beispiele sind Schläge, Tritte, Würgen, Stiche oder Schusswaffen.
- Sexualisierte Gewalt: Dies ist eine Form der Gewalt, die auf sexueller Übergriffigkeit beruht. Beispiele sind Vergewaltigung, sexuelle Belästigung und Inzest.
- Emotionale Gewalt: Dies ist eine Form der Gewalt, die auf psychischer Manipulation und Kontrolle beruht. Beispiele sind Drohungen, Einschüchterung, Erniedrigung und Isolation.
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Formen von psychischer Gewalt:
- Bedrohung: Dies ist eine Aussage, die darauf abzielt, Angst oder Furcht hervorzurufen.
- Einschüchterung: Dies ist ein Verhalten, das darauf abzielt, Angst oder Furcht hervorzurufen.
- Erniedrigung: Dies ist ein Verhalten, das darauf abzielt, jemanden zu beleidigen oder zu demütigen.
- Isolation: Dies ist ein Verhalten, das darauf abzielt, jemanden von anderen zu isolieren.
Gewalt kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, z. B.:
- Biologische Faktoren: Gewalt kann durch genetische Faktoren oder durch hormonelle Veränderungen beeinflusst werden.
- Psychologische Faktoren: Gewalt kann durch Wut, Frustration, Angst oder Stress verursacht werden.
- Soziale Faktoren: Gewalt kann durch soziale Lernprozesse, wie z. B. Gewalt in der Familie oder im Fernsehen, beeinflusst werden.
Gewalt kann sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben. Positive Auswirkungen können sein:
- Selbstverteidigung: Gewalt kann eingesetzt werden, um sich selbst oder andere vor Schaden zu schützen.
- Problemlösung: Gewalt kann eingesetzt werden, um Konflikte zu lösen.
- Soziales Verhalten: Gewalt kann eingesetzt werden, um soziale Bindungen zu stärken.
Negative Auswirkungen von Gewalt können sein:
- Verletzungen: Gewalt kann zu Verletzungen oder sogar zum Tod führen.
- Schaden: Gewalt kann Sachschaden oder finanziellen Schaden verursachen.
- Negative Emotionen: Gewalt kann zu Wut, Angst oder Traurigkeit führen.
Gewalt ist ein ernstes Problem, das erhebliche Auswirkungen auf Einzelpersonen, Familien und Gesellschaften haben kann. Es ist wichtig, sich der verschiedenen Formen von Gewalt bewusst zu sein und Wege zu finden, sie zu verhindern und zu bewältigen.
Gewaltprävention – Grundlagen und Praxis
Gewaltprävention
Gewaltprävention umfasst alle Maßnahmen, die darauf abzielen, Gewalt frühzeitig zu erkennen, zu verhindern und Menschen in die Lage zu versetzen, in kritischen Situationen handlungsfähig zu bleiben.
- Früherkennung von Gefahrensituationen
- Deeskalation von Konflikten
- Stärkung von Wahrnehmung und Entscheidung
- Schutz der eigenen Person und anderer
Gewaltprävention beginnt nicht erst im Konflikt, sondern deutlich früher – bei Wahrnehmung, Bewertung und Verhalten im Alltag. Ziel ist es, Eskalationen zu vermeiden und Handlungssicherheit aufzubauen.
👉 Zentrale Elemente der Gewaltprävention sind die
Primärprävention, Sekundärprävention und Tertiärprävention,
die gemeinsam ein vollständiges Präventionssystem bilden.
In der Praxis betrifft Gewaltprävention besonders Arbeitsbereiche mit direktem Menschenkontakt etwa im Gesundheitswesen, bei Behörden, im Außendienst oder in kritischen Infrastrukturen.
→ Wie Gewalt entsteht und welche Grundlagen hinter Prävention stehen, wird hier erklärt: Gewalt verstehen – Grundlagen der Prävention
→ Wie Wahrnehmung, Entscheidung und Handlung im System zusammenwirken, zeigt dieser Beitrag: Handlungsfähigkeit in KRITIS-Organisationen
Gefährdungsbeurteilung (psychisch)
Nach § 5 ArbSchG und im Kontext von § 13 KRITIS-DachG ist die Analyse physischer und psychischer Gefährdungen am Arbeitsplatz Pflicht. In Gewalt-Risikobereichen (Behörden, Kliniken) müssen Maßnahmen zur Deeskalation nachweisbar dokumentiert sein, um ein Organisationsverschulden zu vermeiden.
Gladiator Mind Methode
Ein von Günther Pfeifer entwickeltes System zur Stärkung der Handlungssicherheit. Es kombiniert neurobiologische Erkenntnisse der Stressregulation mit praktischen Strategien, um unter Druck souverän und deeskalierend zu agieren.
Gewalt (Definition nach DGUV)
Umfasst physische Übergriffe ebenso wie verbale Beleidigungen, Drohungen und digitale Gewalt. Im Arbeitsschutz gilt: Jedes Ereignis, das die Gesundheit oder das Wohlbefinden beeinträchtigt, erfordert präventive Maßnahmen.